Er hatte in Deutschland für Entsetzen gesorgt: Der Mann hinter dem Solingen-Anschlag lebte in der Türkei
Es wurde bekannt, dass Issa al Hasan, der beim Stadtfest in Solingen drei Menschen tötete und acht weitere verletzte, zwischen 2016 und 2022 in der Türkei gelebt hat.
Beim 650-jährigen Stadtjubiläum in Solingen am 23. August sorgte der 26-jährige Issa al Hasan für ein schreckliches Ereignis, bei dem er drei Menschen erstach und acht weitere verletzte.
Berichten der deutschen Presse zufolge stellte sich heraus, dass Issa zwischen 2016 und 2022 in der Türkei gelebt hat.
Wie der „Der Spiegel“ berichtet, wurde bekannt, dass sich auch zwei Brüder von Issa al Hasan während seiner Zeit in der Türkei dort aufhielten. Seine Familie gab an, dass Issa Ende 2022 auf illegalem Weg über Bulgarien nach Deutschland gekommen sei und nach der Ablehnung seines Asylantrags untergetaucht sei. Nach einer sechsmonatigen Suche tauchte Issa wieder auf und verübte den Anschlag in Solingen.
'ISSA WAR EIN FRÖHLICHER UND SOZIALER MENSCH'
Issa al Hasans Schwester Fatima sagte gegenüber dem „Der Spiegel“, dass Issa in seiner Kindheit ein fröhlicher Mensch gewesen sei, der gerne lachte und scherzte. Fatima betonte die soziale Persönlichkeit ihres Bruders in der Vergangenheit mit den Worten: „Jeder, der ihn traf, mochte ihn.“ Es wurde angegeben, dass Issa während des Bürgerkriegs in Syrien, nachdem der IS Deir ez-Zor eingenommen hatte, von seinem Vater in die Türkei geschickt wurde.

'ER KÖNNTE GEHIRNWÄSCHE ERLEBT HABEN'
Issas Vater Chalaf erklärte, er könne nicht glauben, dass sein Sohn einen solchen Anschlag in Solingen verübt habe, und sagte: „Es ist unmöglich, dass mein Sohn so etwas tut. Vielleicht stand er unter dem Einfluss von etwas oder jemandem. Wenn er begreift, was passiert ist, wird er sagen, dass er so etwas niemals tun wollte.“ Chalaf fügte hinzu, dass er angesichts der Geschehnisse eine große Hilflosigkeit empfinde und sagte: „Möge Gott den Toten gnädig sein und den Verletzten Heilung schenken.“
Während die Migration von Issa al Hasan aus der Türkei nach Deutschland von seiner Familie als eine notwendige Entscheidung beschrieben wird, wirft der Anschlag in Deutschland weiterhin viele Fragen auf. Seine Familie glaubt, dass Issa sich bei der Ausführung des Anschlags nicht vollständig bewusst war, was er tat.
WAS WAR PASSIERT?
Bei dem Messerangriff auf dem „Fest der Vielfalt“ in Solingen, das am Freitag, dem 23. August, anlässlich des 650-jährigen Stadtjubiläums stattfand, kamen zwei Männer im Alter von 67 und 56 Jahren sowie eine 56-jährige Frau ums Leben; acht weitere Personen wurden verletzt, vier davon schwer.
Der Angreifer, der wahllos auf Menschen einstach, floh vom Tatort; die Sicherheitsbehörden des Landes hatten intensiv nach dem Täter gefahndet.
Nachrichtenquelle: 12punto
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