Erdoğan an İmamoğlu: „Hey Ekrem Efendi! Beweise das, und dann schau mal, was Erdoğan macht“
Der AKP-Vorsitzende und Präsident Erdoğan kritisierte den Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu unter Bezugnahme auf Werbetafeln, die er auf dem Weg zum AKP-Parteitag gesehen hatte. Mit dem Hinweis auf die Plakate, die behaupten, man habe in fünf Jahren erreicht, wozu die AKP in 23 Jahren nicht in der Lage gewesen sei, sagte Erdoğan: „Hey Ekrem Efendi, beweise das, und dann schau mal, was Erdoğan macht!“ Zudem äußerte sich Erdoğan zum Gesundheitszustand von Devlet Bahçeli, der sich einer Herzoperation unterzogen hatte.
In Istanbul waren zuvor bereits in 39 Bezirken die AKP-Bezirksvorsitzenden und deren Vorstände bestimmt worden. Heute findet die letzte Etappe der Provinzkongresse statt.
In seiner Rede auf dem Kongress nahm Erdoğan die Opposition im Zusammenhang mit den Erdbeben vom 6. Februar ins Visier. Erdoğan kritisierte die Opposition auch für ihre Arbeit in den Kommunen und erklärte: „In den von ihnen verwalteten Gemeinden ist die Zeit der Stagnation einer Phase des Zusammenbruchs gewichen. Istanbul ist zu einer Hölle aus Müll, Schlaglöchern und Schlamm geworden; man kommt an brennenden Bussen kaum noch vorbei.“
Die wichtigsten Botschaften aus Erdoğans Rede auf dem Kongress lauten wie folgt:
Nach 2028 werden wir ein neues Istanbul und eine neue Türkei aufbauen. Heute findet in unserem Istanbuler Verband ein Wechsel an der Spitze statt. Ich danke Osman Nuri Kabaktepe, der sein Amt vier Jahre lang mit Stolz und Ehre geführt hat, im Namen meiner Partei und meines Verbandes.
KRITIK AN İMAMOĞLU WEGEN DER WERBETAFELN
Auf dem Weg hierher habe ich Werbetafeln gesehen. Was soll das heißen, sie hätten Istanbul mit Wohnungen ausgestattet? Sie hätten in fünf Jahren das erreicht, was wir in 23 Jahren nicht geschafft haben. Haben Sie so etwas schon einmal gesehen, gibt es solche Wohnungen überhaupt? Hey Ekrem Efendi, beweise das, und dann schau mal, was Erdoğan macht.
GESUNDHEITSZUSTAND VON BAHÇELİ
Ich glaube, dass Herr Bahçeli, dessen Gesundheitszustand gut ist, seine Genesungsphase so schnell wie möglich abschließen und seinen Kampf für den Dienst an der Türkei fortsetzen wird. Bei unserem heutigen Telefonat hatte ich die Gelegenheit, von ihm selbst zu hören, dass es ihm sehr gut geht.
Wir werden unseren Kampf gegen alle Strukturen, die unsere nationale Sicherheit bedrohen, so fortsetzen, dass wir unsere Märtyrerfamilien und Veteranen nicht enttäuschen.
Bisher haben wir die Verlosung für 201.580 Wohnungen und Arbeitsplätze durchgeführt und die Schlüssel an die anspruchsberechtigten Bürger übergeben. Bis zum Jahresende werden wir den Bau von 453.000 Wohnungen und Arbeitsplätzen abschließen.
Während wir uns mit den Folgen des Erdbebens befassten, gab es Leute, die versuchten, daraus politisches Kapital zu schlagen. Sie haben alles versucht, um die Hoffnung der Bürger zu zerstören. Ich habe ein paar Worte an die „Erdbeben-Touristen“, die sich zwei Jahre lang nicht haben blicken lassen: Ihr habt bei der Katastrophe des Jahrhunderts die Gewissenlosigkeit des Jahrhunderts gezeigt und unsere Erdbebenopfer nur wegen ihrer Wahlentscheidung beleidigt. Schämt ihr euch nicht, wenn ihr jetzt zurückblickt? Verspürt ihr kein schlechtes Gewissen wegen der Bosheiten, die ihr diesem Volk an seinen schwierigsten und schmerzhaftesten Tagen angetan habt? Wann werdet ihr den riesigen Unterschied zwischen der Opposition gegen die Regierung und der Feindseligkeit gegenüber eurem Staat und eurem Volk erkennen?
„ISTANBUL IST ZU EINER HÖLLE AUS MÜLL, SCHLAGLÖCHERN UND SCHLAMM GEWORDEN“
Ein paar Worte auch an diejenigen, die großzügig Versprechungen machen und dann spurlos verschwinden: Was ist aus dem Versprechen geworden, kostenlose Häuser zu bauen? Warum konntet ihr nicht zu euren Worten stehen?
Aus der CHP gehen keine Politiker hervor, die dienen wollen. Es ist zur Routine geworden, vor dem Justizgebäude mit den Parolen radikaler linker Organisationen die Polizei anzugreifen. Der parteiinterne Kampf um Posten hat sie blind gemacht. In den von ihnen verwalteten Gemeinden ist die Zeit der Stagnation einer Phase des Zusammenbruchs gewichen. Unsere Großstädte, einschließlich Istanbul, verfallen zusehends. In Istanbul kommt man an brennenden Bussen kaum noch vorbei. Istanbul ist zu einer Hölle aus Müll, Schlaglöchern und Schlamm geworden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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