Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft zum Wettskandal um Schiedsrichter!
Nach den Äußerungen des Präsidenten des türkischen Fußballverbandes, İbrahim Hacıosmanoğlu, wurden die Ermittlungen gegen Schiedsrichter wegen illegaler Wetten in Istanbul ausgeweitet.
Der Präsident des türkischen Fußballverbandes (TFF), İbrahim Hacıosmanoğlu, erklärte, dass Schiedsrichter, die in Profiligen tätig sind, in einen Wettskandal verwickelt seien. Auf einer Pressekonferenz in Riva gab Hacıosmanoğlu bekannt, dass 371 von 571 Schiedsrichtern Wettkonten besitzen und 152 von ihnen aktiv an Wetten teilnehmen. Er kündigte an, dass diese Personen an den Disziplinarausschuss verwiesen werden und die erforderlichen Sanktionen verhängt würden.
Nach diesen Entwicklungen gab die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft eine Erklärung ab. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass die im April eingeleiteten Ermittlungen mit dem Fall in Antalya zusammengelegt wurden und die Äußerungen von Hacıosmanoğlu als Anzeige gewertet werden.
In der Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft wurde betont, dass ein entschlossener Kampf gegen illegale Wetten geführt werde und die Ermittlungen in diesem Rahmen ununterbrochen fortgesetzt würden.
Der vollständige Wortlaut der Erklärung lautet wie folgt:
'Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft führt einen kontinuierlichen und entschlossenen Kampf gegen illegale Wetten, die zu einer wirtschaftlichen und soziologischen Wunde unserer Gesellschaft geworden sind, und die diesbezüglichen Ermittlungen werden ununterbrochen fortgesetzt. Nach der Presseerklärung des TFF-Präsidenten (Türkischer Fußballverband) İbrahim Hacıosmanoğlu vom 27.10.2025, wonach 'festgestellt wurde, dass 371 Schiedsrichter Wettkonten besitzen und 152 aktiv wetten', war es aufgrund des Bezugs zum gerichtlichen Ermittlungsverfahren erforderlich, eine Stellungnahme abzugeben. Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft hat im April 2025 ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der Wettbeteiligung gegen einige im Fußball tätige Schiedsrichter eingeleitet. Während dieses Verfahrens wurden nach Berichten über ein weiteres, bei der Generalstaatsanwaltschaft Antalya eingeleitetes Ermittlungsverfahren gegen das Zentralschiedsrichterkomitee (MHK) aufgrund der Anzeige einiger anderer Schiedsrichter, die Ermittlungen aufgrund der bereits laufenden Verfahren auf Antrag zusammengeführt. Das neue Ermittlungsverfahren bei der Generalstaatsanwaltschaft Antalya wurde per Unzuständigkeitsbeschluss an die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft übermittelt, und beide Ermittlungsakten wurden zusammengelegt, sodass die Untersuchungen nun in einer einzigen Akte fortgeführt werden.
Die Erklärung des TFF-Präsidenten (Türkischer Fußballverband) İbrahim Hacıosmanoğlu vom 27.10.2025 bezüglich der 'Schiedsrichter mit Wettkonten' wird zudem als Anzeige im Rahmen des laufenden Ermittlungsverfahrens gewertet; die Identifizierung dieser Schiedsrichter sowie die Ermittlungen gegen sie wegen Verstößen gegen das Gesetz Nr. 6222 zur Verhinderung von Gewalt und Unruhen im Sport, das Gesetz Nr. 7405 über Sportvereine und Sportverbände, das Gesetz Nr. 7258 über die Regulierung von Wetten und Glücksspielen bei Fußball- und anderen Sportwettbewerben sowie wegen weiterer noch festzustellender Straftatbestände werden durch eine Vertiefung des laufenden Ermittlungsverfahrens fortgesetzt.'
Nachrichtenquelle: 12punto
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