Ermittlungen zum 38. ordentlichen Parteitag der CHP weiten sich aus! Tuncay Yılmaz hat ausgesagt
Die Ermittlungen zu den Vorwürfen des „Stimmenkaufs“ beim 38. ordentlichen Parteitag der CHP sowie zu Korruptionsvorwürfen bei der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) weiten sich aus. Während bereits 78 Personen vernommen wurden, hat nun auch Tuncay Yılmaz, der Geschäftsführer der İmamoğlu İnşaat, der im Rahmen der Korruptionsvorwürfe gegen die İBB inhaftiert ist, als „Beschuldigter“ ausgesagt.
Im Rahmen der Ermittlungen zum 38. ordentlichen Parteitag der CHP hat Tuncay Yılmaz, der Geschäftsführer der İmamoğlu İnşaat, der im Zuge der Korruptionsvorwürfe gegen die İBB inhaftiert ist, eine Aussage gemacht. In seiner Aussage vor der Staatsanwaltschaft erklärte Tuncay Yılmaz, dass er seit 2016 als Geschäftsführer bei der İmamoğlu İnşaat A.Ş. tätig sei und die Eigentümer des Unternehmens Ekrem und Hasan İmamoğlu seien.
Yılmaz gab zudem an, dass İmamoğlu ein weiteres Unternehmen namens SSB Gayrimenkul A.Ş. besitze, das sich mit der Vermietung von Immobilien befasse, und dass er auch in diesem Unternehmen eine leitende Funktion innehabe.
„ICH HABE AN KEINERLEI PARTEIARBEIT TEILGENOMMEN“
Yılmaz erklärte, er sei weder Parteimitglied noch Delegierter der CHP und habe nicht am 38. ordentlichen Parteitag der CHP teilgenommen. Er fügte hinzu: „Ich habe an keinerlei Parteiarbeit teilgenommen. Ich habe keinerlei Wissen oder Kenntnis über die Vorwürfe, dass während des Parteitags einigen Parteivertretern Vorteile gewährt oder Unregelmäßigkeiten begangen wurden.“
Er wies die Zeugenaussagen zurück, wonach er vor dem Parteitag einigen Delegierten Einkaufsgutscheine und Bargeld ausgehändigt haben soll, und gab folgende Erklärung ab:
„Die in den Zeugenaussagen genannten Punkte sind durchweg verleumderisch und entsprechen nicht der Wahrheit. Ich war definitiv nicht in eine solche Organisation involviert. Ich habe keine organische Verbindung zur Stadtverwaltung Istanbul oder deren Tochtergesellschaften. Aus diesem Grund habe ich keine Kenntnis über die behaupteten Sachverhalte. Ich weiß auch nichts über die angeblich verteilten Einkaufsgutscheine. İmamoğlu hat mich nie gebeten, seine politischen Aktivitäten zu unterstützen. Ich weise alle gegen mich erhobenen Vorwürfe zurück.“

Yılmaz beantragte, das Verfahren gegen ihn mit einer „Einstellung des Ermittlungsverfahrens“ zu beenden.
Unterdessen dauern die Vernehmungen im Rahmen der Ermittlungen an, zu denen auch Ekrem İmamoğlu gehört, der im Zuge der Korruptionsvorwürfe inhaftiert und von seinem Amt als Bürgermeister der İBB suspendiert wurde. Bisher wurden 36 Zeugenaussagen aufgenommen und 78 Personen als Beschuldigte vernommen.
Darüber hinaus wurde bekannt, dass bei Vorliegen ausreichender Beweise gegen 9 Abgeordnete, deren Namen in den Zeugenaussagen im Rahmen der Ermittlungen gefallen sein sollen, Anklageschriften wegen „Verstoßes gegen das Gesetz über politische Parteien“ und „Geldwäsche aus Straftaten“ erstellt werden sollen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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