Ermittlungen zur Stadtverwaltung Çankaya: Verteidigung des inhaftierten Hüseyin Can Güner vor Gericht bekannt geworden
Von den 30 Verdächtigen, die im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Ankara eingeleiteten Ermittlungen wegen Ausschreibungsbetrugs und Bestechung bei der Stadtverwaltung Çankaya festgenommen wurden, sind 24 inhaftiert worden. Unter den Inhaftierten befindet sich auch der Bürgermeister von Çankaya, Hüseyin Can Güner. In seiner Verteidigung vor dem Haftrichter wies Güner die Vorwürfe zurück und erklärte, dass ihm keine Fragen zu den Anschuldigungen der „Bestechung“ und „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ gestellt worden seien. Zudem argumentierte er, dass bei den Ausschreibungen kein öffentlicher Schaden, sondern ein öffentliches Interesse bestanden habe.
Von den 30 Verdächtigen, die im Rahmen der von der Abteilung für organisierte Kriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Ankara geführten Ermittlungen wegen Ausschreibungsbetrugs und Bestechung bei der Stadtverwaltung Çankaya festgenommen wurden, sind 24 inhaftiert worden. Im Zuge der Ermittlungen wurden 6 Personen wieder auf freien Fuß gesetzt.
HAFTBEFEHL GEGEN BÜRGERMEISTER GÜNER
Das zuständige Friedensgericht ordnete die Inhaftierung des Bürgermeisters von Çankaya, Hüseyin Can Güner, wegen der Vorwürfe der „Manipulation von Ausschreibungen öffentlicher Einrichtungen oder Institutionen“, „Bildung einer kriminellen Vereinigung zum Zwecke der Straftatbegehung“ und „Annahme von Bestechungsgeldern“ an.
GÜNER: „AUSSAGE EINES ANONYMEN ZEUGEN WURDE IN DEN HAFTANTRAG AUFGENOMMEN“
Hüseyin Can Güner wies in seiner Verteidigung vor Gericht alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Er betonte, dass ihm zu den Anschuldigungen der „Bestechung“ und „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ keinerlei Fragen gestellt worden seien, und äußerte sich wie folgt:
„Am 11. Juli 2026 bin ich freiwillig aus dem Ausland zurückgekehrt und habe mich gestellt. Ich halte es für eine große Ungerechtigkeit, dass ich aufgrund dieser Vorwürfe inhaftiert werden soll. Ich bin hier, weil ich die Rechte der Bürger von Çankaya verteidigt habe. Es gab keinerlei Fragen oder Anschuldigungen bezüglich der Annahme von Bestechungsgeldern. Auch zum Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung wurden keine Fragen gestellt. Als ich bei der Staatsanwaltschaft nachfragte, wurde mir gesagt, dass das Organigramm der Organisation erst später erstellt werde. Die Aussage eines anonymen Zeugen wurde in den Haftantrag aufgenommen.“
„KEIN ÖFFENTLICHER SCHADEN, SONDERN ÖFFENTLICHES INTERESSE“
Im weiteren Verlauf seiner Verteidigung wies Güner auch die Vorwürfe bezüglich der Ausschreibungen zurück und argumentierte, dass die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen nicht auf konkreten Beweisen beruhten.
„Es liegen keinerlei konkrete Anschuldigungen vor. Ich kenne keine dieser Firmen. Ich habe zu keinem Thema Anweisungen an irgendjemanden erteilt. Der Vorwurf gegen mich bezieht sich auf die Annullierung einer Ausschreibung. Ich habe niemandem den Befehl zur Annullierung gegeben. Es ist kein öffentlicher Schaden in Millionenhöhe entstanden, im Gegenteil, es lag ein öffentliches Interesse vor. Der Kläger in diesem Fall hat zwar Beschwerde eingereicht, wurde aber zur nächsten Ausschreibung eingeladen, an der er jedoch nicht teilgenommen hat. Ich sehe hierin keinerlei rechtliche Problematik. Ich habe meiner Verteidigung nichts weiter hinzuzufügen. Ich beantrage meine Freilassung, um mich in Freiheit verteidigen zu können.“
UNTER DEN INHAFTIERTEN BEFINDEN SICH AUCH STADTVERWALTUNGSBEAMTE
Im Rahmen der Ermittlungen wurden insgesamt 24 Personen inhaftiert, darunter neben dem Bürgermeister von Çankaya, Hüseyin Can Güner, auch der Stadtrat Emre Doğan, der stellvertretende Bürgermeister Mesut Akıncı und der Stadtrat Ahmet Ağırman. Während die inhaftierten Verdächtigen in das Gefängnis überstellt wurden, wurden die 6 freigelassenen Personen vor dem Gerichtsgebäude von ihren Angehörigen in Empfang genommen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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