Farah Pahlavi richtet Appell an Sicherheitskräfte im Iran
Die ehemalige Kaiserin des Iran, Farah Pahlavi, hat sich zu den anhaltenden Protesten im Land geäußert und die Sicherheitskräfte dazu aufgerufen, sich auf die Seite des Volkes zu stellen.
Farah Pahlavi, die 1979 gemeinsam mit Schah Mohammad Reza Pahlavi das Land verließ und seit Jahren im Exil lebt, hat ihre Haltung zu den seit über zwei Wochen andauernden Protesten im Iran unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. In einer öffentlichen Erklärung rief die 87-jährige Pahlavi die Sicherheitskräfte dazu auf, den Demonstranten zuzuhören und sich ihnen anzuschließen.
In ihrer Stellungnahme betonte Pahlavi: „Kein Regierungsbestand und kein Privileg kann das Vergießen des Blutes Ihrer Mitbürger rechtfertigen.“ Die ehemalige Kaiserin wandte sich direkt an die Sicherheitskräfte mit den Worten: „Hören Sie auf die Schreie der Wut. Vereinen Sie sich mit den Demonstranten, schließen Sie sich ihnen an, bevor es zu spät ist.“
FORDERUNGEN MÜSSEN GEHÖRT WERDEN
In ihrer Botschaft unterstrich Farah Pahlavi, dass die Forderungen der Demonstranten unbedingt gehört werden müssten. Sie wies darauf hin, dass die Einschränkung des Internetzugangs den Informationsfluss erheblich erschwere. An die Bürger gerichtet sagte Pahlavi: „Dunkle Geister haben Ihre Kommunikation mit der Welt unterbrochen, damit Ihre Stimme nicht gehört wird. Doch Ihre Botschaft ist zu stark, um zum Schweigen gebracht zu werden.“
Auch ihr Sohn Reza Pahlavi hatte vor Kurzem ähnliche Erklärungen zur Unterstützung der Proteste abgegeben. Der Name des in den USA lebenden Reza Pahlavi hallt bei den Demonstrationen im Iran häufig wider.
Farah Pahlavi beendete ihre Botschaft mit emotionalen Worten an das iranische Volk: „Seien Sie stark und glauben Sie daran, dass Sie bald gemeinsam die Freiheit im Iran feiern werden. Das Licht wird über die Dunkelheit siegen.“ Farah Pahlavi und ihr Ehemann verließen den Iran am 16. Januar 1979; kurz nach diesem Ereignis kehrte der Anführer der Islamischen Revolution, Ayatollah Ruhollah Khomeini, in sein Land zurück.
Nachrichtenquelle: 12punto
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