Aussage von Lütfi Arıboğan im FETÖ-Spielmanipulations-Komplott-Verfahren aufgetaucht: Geständnis zu Mehmet Baransu!
Details aus der staatsanwaltschaftlichen Aussage des ehemaligen TFF-Vizepräsidenten Lütfi Arıboğan, der im Rahmen der Ermittlungen zum FETÖ-Spielmanipulations-Komplott im Fußball festgenommen wurde, sind in einem Artikel des Journalisten Aytunç Erkin erschienen. Den Aussagen zufolge räumte Arıboğan ein, die Liste der Festnahmen an Mehmet Baransu weitergeleitet zu haben.
Die staatsanwaltschaftliche Aussage des ehemaligen TFF-Vizepräsidenten Lütfi Arıboğan, der im Rahmen der Ermittlungen zum FETÖ-Spielmanipulations-Komplott im Fußball festgenommen und anschließend mit einem Ausreiseverbot sowie unter gerichtlicher Aufsicht wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, hat in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen gesorgt. Die Antworten, die Arıboğan auf die Fragen der Staatsanwaltschaft gab, sowie die E-Mail-Inhalte, die in die Ermittlungsakte aufgenommen wurden, wurden vom Journalisten Aytunç Erkin veröffentlicht.
Erkins Artikel zufolge war eine der wichtigsten Fragen der Staatsanwaltschaft an Arıboğan der Inhalt und der Grund für den Versand einer E-Mail mit dem Betreff „Schreiben der Polizeidirektion und Namensliste“. Die E-Mail vom 7. Dezember 2011 wurde von Arıboğans Adresse an Mehmet Baransu gesendet; darin wurde angegeben, dass die Liste der Festnahmen im Anhang enthalten sei. Die Staatsanwaltschaft hatte nach dem Inhalt dieses Dokuments, der Quelle und dem Zweck der Übermittlung gefragt.
„DIE LISTE WAR KORREKT“
Arıboğan räumte ein, dass die E-Mail von ihm stammte. In seiner Aussage erklärte er, dass die Polizei zu jener Zeit eine Liste der festgenommenen und wieder freigelassenen Personen veröffentlicht habe, die auch der TFF vorlag. Auf Wunsch von Mehmet Ali Aydınlar habe er die „korrekte Liste“ an Mehmet Baransu weitergeleitet. Arıboğan merkte an, dass diese von der Istanbuler Polizeidirektion übermittelte Liste die Information von „60 Personen“ enthielt, im Gegensatz zu der in einer telefonischen Erklärung des damaligen TFF-Präsidenten Aydınlar fälschlicherweise genannten Zahl von „90 Personen“.
„GESPRÄCHE IM RAHMEN JOURNALISTISCHER TÄTIGKEIT“
Der Artikel enthält zudem die Aussage von Mehmet Baransu vom 29. September 2025. Die Staatsanwaltschaft hatte Baransu darauf angesprochen, dass er insgesamt 101 Mal Kontakt zu Arıboğan hatte und diese Gespräche an 52 verschiedenen Tagen stattfanden. Baransu erklärte, er könne sich nicht an alle Gespräche erinnern und sein Kontakt zu Arıboğan könne „im Rahmen journalistischer Tätigkeit“ erfolgt sein.
ARIBOĞAN VERTEIDIGT SICH ERNEUT MIT „ICH ERINNERE MICH NICHT“
Unter Hinweis auf das digitale Untersuchungsprotokoll vom 22. September 2025, das durch die Auswertung von Baransus digitalen Materialien erstellt wurde, befragte die Staatsanwaltschaft Arıboğan erneut zu den angeblichen Telefonaten und Nachrichten mit Baransu. Arıboğan antwortete mit „Ich erinnere mich nicht“ und erklärte, eine solche Beziehung habe nicht bestanden. Auf die Frage der Staatsanwaltschaft zu einer Nachricht vom 10. Januar 2013 mit dem Inhalt „Mein Mehmet, ich bin in der Vorstandssitzung, ich rufe dich an“, antwortete er ebenfalls mit „Ich erinnere mich nicht“.
Erkins Artikel zufolge ist ein weiteres wichtiges Detail, das in die Ermittlungsakte aufgenommen wurde, der Vorwurf, dass die Aussage von Aziz Yıldırım von Arıboğan an bestimmte Personen weitergeleitet worden sei. Es wird behauptet, dass Yıldırıms Aussage Arıboğan zugespielt und von diesem an Dritte weitergegeben wurde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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