Französisches Olympisches Komitee leitet Ermittlungen gegen Fans ein, die gegen Israel protestierten
Bei einem Fußballspiel zwischen den Nationalmannschaften von Israel und Paraguay im Rahmen der Olympischen Spiele in Paris wurden Ermittlungen gegen Fans eingeleitet, die aus Protest gegen die Angriffe auf Gaza ein Banner entrollt hatten.
In Frankreich, dem Gastgeber der Olympischen Spiele 2024 in Paris, wurden Ermittlungen gegen Fans eingeleitet, die während des Fußballspiels zwischen Israel und Paraguay ein Banner entrollt hatten, um gegen die Angriffe auf Gaza zu protestieren. Ihnen wird „Antisemitismus“ vorgeworfen.
Wie die französische Sportzeitung L’EQUIPE berichtet, stieß der Protest einer Gruppe von Fans gegen Israel aufgrund der Angriffe auf Gaza bei dem gestrigen Spiel der Gruppe D der Männer im Parc des Princes, das mit einem 4:2-Sieg für Paraguay endete, auf Kritik.
Das Organisationskomitee für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Frankreich (COJOP) reichte Beschwerde gegen die Fans ein, die während des Spiels palästinensische Flaggen schwenkten und ein Banner mit der Aufschrift „Genozid-Olympiade“ entrollten, mit der Begründung, sie hätten eine „antisemitische“ Handlung begangen.
Die Pariser Staatsanwaltschaft bestätigte, dass eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet wurde.
Während des Spiels hatte eine Gruppe von Fans ein Banner mit der Aufschrift „Genozid-Olympiade“ entrollt, um gegen Israel zu protestieren, das seine Angriffe auf Gaza fortsetzt und dessen Ausschluss von den Olympischen Spielen gefordert wurde. Stadionmitarbeiter griffen schnell ein und entfernten das Banner.
Bereits vor Beginn der Olympischen Spiele wurden in der internationalen Öffentlichkeit Stimmen laut, die einen Boykott Israels forderten, ähnlich wie er gegen Russland verhängt wurde. Es wurde gefordert, Israel von den olympischen Wettbewerben auszuschließen und die israelische Flagge bei keinem Wettkampf zuzulassen.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC), das für die Ausrichtung der Spiele verantwortlich ist, beschloss jedoch keinen Ausschluss Israels. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron argumentierte, dass der Russland-Ukraine-Krieg und die Angriffe Israels auf Gaza sehr unterschiedliche Situationen seien, und kommentierte, dass gegen Israel keine Sanktionen wie gegen Russland verhängt werden könnten.
Macron hatte sich dafür ausgesprochen, dass israelische Athleten unter ihrer eigenen Flagge an den Wettbewerben teilnehmen können.
Frankreich ist Gastgeber der Olympischen Spiele, die noch bis zum 11. August andauern. An der Veranstaltung in Paris, zu der etwa 16 Millionen Touristen erwartet werden, nehmen 10.500 Athleten aus 206 Delegationen teil.
Bei den Angriffen Israels auf den Gazastreifen seit dem 7. Oktober wurden mindestens 39.324 Palästinenser getötet, darunter mindestens 16.172 Kinder und 10.798 Frauen; 90.830 Menschen wurden verletzt.
Nachrichtenquelle: AA
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