AKP hat Syrien-Bericht erstellt: Wird die territoriale Integrität des Landes gewahrt? Wird die PYD/YPG aufgelöst?
Mit dem Sturz des 61 Jahre andauernden Baath-Regimes bereitet sich Syrien auf einen neuen Aufbauprozess vor. In einem Bericht, den AKP-Funktionäre Präsident Erdoğan vorgelegt haben, finden sich wichtige Details zur Syrien-Politik. Hier sind die Einzelheiten...
Die Situation, die nach dem Sturz des Assad-Regimes in Syrien entstanden ist, wurde von der Menschenrechtsabteilung der AKP in einem umfassenden Bericht bewertet.
In dem Bericht, der dem Präsidenten und AKP-Vorsitzenden Recep Tayyip Erdoğan vorgelegt wurde, heißt es, dass nach dem Zusammenbruch des 61-jährigen Baath-Regimes zwar eine Siegesstimmung in den Städten herrsche, die Bevölkerung jedoch weiterhin zutiefst verunsichert sei.
Der Bericht betont, dass die Städte, die die Spuren des Bürgerkriegs tragen, weitgehend in Trümmern liegen. Die Bevölkerung sei in tiefer Sorge und stelle sich Fragen wie: „Was passiert morgen?“, „Wird es zu neuen Konflikten kommen?“, „Wird die PYD/YPG aufgelöst?“ und „Wird die territoriale Integrität des Landes gewahrt?“
Es wurde darauf hingewiesen, dass sich Großstädte wie Aleppo und Damaskus mit gezielter Unterstützung erholen könnten, während es für Kleinstädte und Dörfer unmöglich sei, sich aus eigener Kraft wieder aufzubauen.
AUSMASS DER ZERSTÖRUNG
Der Bericht macht nicht nur auf die physische Zerstörung aufmerksam, sondern auch auf geplünderte Städte, erschöpfte Energie- und Lebensmittelressourcen, zusammengebrochene Gesundheitsdienste sowie einen kaum vorhandenen Zugang zu Telefon und Internet. Während Großstädte wie Aleppo und Damaskus teilweise Hoffnung bieten, wird betont, dass die ländlichen Gebiete von Grund auf neu aufgebaut werden müssen.
FONDS SIND UNERLÄSSLICH
In dem Bericht wird erklärt, dass internationale Hilfe für den Wiederaufbau Syriens von entscheidender Bedeutung ist. „Für die Entwicklung der Städte sind UN- und EU-Fonds erforderlich. Ohne die Unterstützung der Türkei ist ein Fortschritt in diesem Prozess nicht möglich“, heißt es in dem Bericht, in dem zudem eine enge Zusammenarbeit zwischen der Türkei und der syrischen Regierung als unabdingbar bezeichnet wird.
STÄDTEPARTNERSCHAFTEN IM GESPRÄCH
Dem Bericht zufolge plant die Türkei, Städtepartnerschaften zu schließen, um zum Wiederaufbau Syriens beizutragen. Es wird betont, dass türkische Kommunen in diesem Prozess eine wichtige Rolle spielen sollen; in diesem Zusammenhang sei die Paarung bestimmter Städte mit syrischen Städten im Gespräch.
FOLTERZENTREN UND GRÄBER
Einer der bemerkenswertesten Punkte im Bericht ist die Sorge über das erschreckende Ausmaß der Folterzentren im Land und die stetig wachsende Zahl von Massengräbern. Dies wird als Warnung verstanden, dass die internationale Gemeinschaft ihr Interesse an Syrien verstärken müsse.
Damit die Menschen in Syrien in ihre Heimat zurückkehren können, müssten sie sich sicher fühlen, heißt es im Bericht. Dabei wird auf die Bedeutung von Schritten wie der Zusammenarbeit zwischen lokalen Verwaltungen sowie der Wiederherstellung grundlegender Gesundheits- und Wohnungsdienste hingewiesen. Es wurde betont, dass die Türkei in diesem Prozess eine Führungsrolle übernehmen sollte.
Nachrichtenquelle : 12punto
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