Alle warteten auf den April... Die Terrororganisation PKK hat keinen Auflösungsbeschluss gefasst: Warum blieb der erwartete Schritt aus?
Nach dem Aufruf von Öcalan zur Niederlegung der Waffen und zur Auflösung wurden konkrete Schritte im Prozess erwartet, doch mit der Erklärung der PKK wurde deutlich, dass kein Auflösungsbeschluss erfolgen wird. Warum hat die Terrororganisation also keinen Auflösungsbeschluss gefasst? Hier sind die Details...
Nach dem Aufruf des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli am 22. Oktober im Parlament und dem damit begonnenen neuen Prozess richteten sich alle Augen darauf, ob Abdullah Öcalans Aufruf an die Organisation zur Waffenabgabe und Auflösung in konkrete Schritte münden würde.
Der erwartete Fortschritt blieb jedoch aus. Trotz der Besuche der DEM-Partei-Delegation auf Imralı und der positiven Signale der Regierung bleibt der Prozess ungewiss.
ES WURDE ERWARTET, DASS SICH DIE ORGANISATION IM APRIL AUFLÖST
Hintergrundinformationen zufolge wurde nach den Kontakten zwischen dem Präsidenten und AKP-Vorsitzenden Recep Tayyip Erdoğan und der DEM-Partei-Delegation erwartet, dass die PKK Ende April einen außerordentlichen Kongress einberuft, um einen Auflösungsbeschluss zu fassen, und dass unmittelbar danach eine Regelung zum „Recht auf Hoffnung“ für Abdullah Öcalan auf die Tagesordnung gesetzt wird.
DER ERWARTETE SCHRITT BLIEB AUS
Regierungsnahe Medien hatten am vergangenen Wochenende ebenfalls prognostiziert, dass ein Auflösungsbeschluss der Organisation erfolgen würde, und entsprechend berichtet. Doch der erwartete Schritt blieb aus. Es gab weder eine offizielle Erklärung der Organisation, noch wurde ein klarer Zeitplan oder Details zum Prozess der Waffenabgabe und Auflösung mitgeteilt.
Warum der Auflösungsbeschluss nicht gefasst wurde, ging aus einer Erklärung von Kandil hervor. In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass für die Umsetzung von Abdullah Öcalans Aufruf zur Waffenabgabe und Auflösung vom 27. Februar eine Änderung der aktuellen Bedingungen auf Imralı erwartet werde. Es wurde betont, dass man sich wünsche, dass Öcalan „Bedingungen für ein freies Leben und Arbeiten“ erhalte, damit er in der Lage sei, den Parteikongress persönlich zu leiten.
Andererseits enthielt auch die Erklärung der PKK zum bevorstehenden 1. Mai wichtige Details zum Prozess. Unter Bezugnahme auf die optimistischen Äußerungen der Imralı-Delegation der DEM-Partei hieß es in der Erklärung: „Es gibt noch keine konkrete Entwicklung, die uns erreicht hat, um das in dem Aufruf vom 27. Februar Genannte umzusetzen. Wir wünschen uns, dass sich dieser Zustand ändert und Apo, unser Anführer, Bedingungen für ein freies Leben und Arbeiten erhält, damit er den Parteikongress leiten kann, auf den alle sehnsüchtig warten.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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