Autopsien der bei der Explosion in Balıkesir verstorbenen Arbeiter abgeschlossen
Die Autopsien der 11 Arbeiter, die bei der Explosion in der Munitionsfabrik ZSR A.Ş. in Balıkesir ums Leben kamen, wurden abgeschlossen. Die Leichname wurden an ihre Familien übergeben und werden heute in Balıkesir beigesetzt. Während die Behandlung der 7 bei der Explosion verletzten Arbeiter andauert, wurde eine Untersuchung eingeleitet.
In der Munitionsfabrik ZSR A.Ş. im Stadtteil Kavaklı im Bezirk Karesi in Balıkesir, in der 615 Arbeiter im Schichtbetrieb tätig sind, ereignete sich gestern gegen 08.30 Uhr eine Explosion in der Abteilung für Kapselproduktion.
Durch die Explosion stürzte die Decke des Gebäudes ein und es brach ein Feuer aus. Die Autopsien der 11 bei der Explosion verstorbenen Arbeiter sind abgeschlossen. Die Leichname werden an die Familien übergeben.
Bei der Explosion kamen Tuğba Demir (21), Çetin Karamüftüoğlu (38), Muhammet Ergin (34), Özlem Özçakır (33), Tuba Sert (41), Enes Kırmızı (28), Seda Akın (35), Seçil Çapa (24), Müberra Sönmez (45), Selin Karanlıkoğlu (27) und Elif Özgür (19) ums Leben; 7 weitere Personen wurden verletzt.
BEHANDLUNG DER VERLETZTEN DAUERT AN
Nach der Alarmierung wurden Teams von AFAD, UMKE, Feuerwehr, Gendarmerie und Polizei in das Gebiet entsandt. Die Verletzten wurden nach einer Erstversorgung vor Ort in das Atatürk-Stadtkrankenhaus gebracht.
Die Leichname wurden in das Institut für Rechtsmedizin in Bursa überführt. Es wurde mitgeteilt, dass die Behandlung der 7 Arbeiter, deren Zustand als gut bezeichnet wird, in den Krankenhäusern fortgesetzt wird.
UNTERSUCHUNG EINGELEITET
Die Generalstaatsanwaltschaft von Balıkesir hat eine Untersuchung zu der Explosion eingeleitet. Unter der Koordination eines stellvertretenden Generalstaatsanwalts wurden 4 Staatsanwälte sowie ein 5-köpfiges Expertengremium, bestehend aus Fachleuten für Chemie, Maschinenbau, Arbeitssicherheit und Geophysik, beauftragt, um die Ursache der Explosion zu ermitteln.
Das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit hat ebenfalls Inspektoren zur Untersuchung der Explosion entsandt.
FABRIK WAR BEREITS FRÜHER SCHAUPLATZ EINER EXPLOSION
Unterdessen wurde bekannt, dass es in derselben Munitionsfabrik im Bezirk Karesi bereits am 3. Juni 2014 während eines Patronenpressvorgangs zu einer Explosion gekommen war, bei der 6 Arbeiter, darunter 5 Frauen, leicht verletzt wurden; der Vorfall wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet.
Die Aufnahmen zeigen den Moment der Explosion sowie die Panik unter den Arbeitern in der Fabrik.
IDENTIFIZIERUNG DURCH DNA-TEST
Während die Familien, die DNA-Proben zur Identifizierung abgegeben hatten, die ganze Nacht im Garten des Instituts für Rechtsmedizin in Bursa warteten, wurden die Identifizierungs- und Autopsieverfahren abgeschlossen.
Der Generalstaatsanwalt von Bursa kam ebenfalls zum Institut für Rechtsmedizin, um mit den Familien zu sprechen und die Autopsieverfahren zu verfolgen.
Am frühen Morgen wurden Leichenwagen zum Institut für Rechtsmedizin gebracht, und die Übergabe der 11 Leichname an die Angehörigen zur Beisetzung begann.
BEISETZUNG DER LEICHNAME HEUTE
Die Leichname der verstorbenen Arbeiter werden heute in Balıkesir beigesetzt. Es wurde mitgeteilt, dass auch der Minister für Industrie und Technologie, Mehmet Fatih Kacır, an den Trauerfeiern teilnehmen wird.
Zudem wurde das Ausmaß der Schäden in der Fabrik, in der sich die Explosion ereignete, aus der Luft aufgenommen.
Nachrichtenquelle : 12punto
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