Der neue Plan von AKP und MHP... Pandemie-Amnestie kehrt zurück: Werden Terror- und Sexualstraftäter einbezogen?
Die Neuregelung der Pandemie-Amnestie wurde im Rahmen des 11. Justizpakets auf die Tagesordnung gesetzt. Obwohl erklärt wurde, dass Terror- und Sexualstraftäter von der Regelung ausgenommen bleiben sollen, machen die Forderungen der DEM-Partei und die Debatten über Ungleichheit die Regelung zu einem Vorhaben, das das Potenzial hat, zu einer erheblichen Entlastung der Gefängnisse zu führen.
In der gesamten Türkei befinden sich 17.492 Personen wegen „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ in Haft. Die Verteilung dieser Personen stellt sich wie folgt dar: 10.938 FETÖ, 4.218 PKK, 946 IS, 281 DHKP-C und 1.109 Mitglieder anderer illegaler Organisationen.
Während die Gesamtzahl der Inhaftierten und Verurteilten 430.000 erreicht hat, ist die derzeitige Kapazität der Gefängnisse auf 150.000 Personen begrenzt. Aus diesem Grund haben mögliche Amnestieregelungen das Potenzial, zu einer erheblichen Entlastung der Gefängnisse zu führen.
Die Pandemie-Amnestie, die Anfang des Jahres mit dem 10. Justizpaket auf die Tagesordnung kam, war aufgrund von Reaktionen innerhalb der AKP, dass „Terroristen freikommen würden“, zurückgezogen worden. Nun ist geplant, die Regelung im Rahmen des 11. Justizpakets erneut zu prüfen.
Bei der Pandemie-Amnestie wurden Häftlinge, die zwei Drittel ihrer Strafe verbüßt hatten, in den offenen Strafvollzug verlegt, wo sie den Rest ihrer Strafe in Freiheit verbringen konnten. Von dieser Regelung profitierten auch Straftäter aus den Bereichen Terrorismus, Sexualdelikte, Mord und Diebstahl. Insgesamt kamen 85.000 Häftlinge durch die Pandemie-Amnestie frei.
In der neuen Regelung ist vorgesehen, diese Personen durch den Zusatz „ausgenommen Terrorstraftaten“ auszuschließen. Diese Unterscheidung hat jedoch neue Debatten über Ungleichheit ausgelöst.
Die DEM-Partei fordert im Rahmen des 11. Justizpakets, dass auch PKK-Häftlinge in den Anwendungsbereich einbezogen werden. Wie die Journalistin Nuray Babacan in ihrer Kolumne „Nefes“ berichtet, verläuft diese Forderung parallel zur Strategie der Partei, den İmralı-Prozess zu unterstützen.
Die MHP hingegen unterstützt die Neuregelung der Pandemie-Amnestie aus anderen Gründen. Sollten Terrorstraftäter von der Amnestie ausgeschlossen werden, während in der Vergangenheit einige PKK-Mitglieder von diesem Vorteil profitierten und andere Häftlinge inhaftiert blieben, könnte die neue Regelung ähnliche Widersprüche aufzeigen.
DEBATTE ÜBER TEILAMNESTIE UND RECHTLICHE SCHRITTE
Babacan erklärte, dass die besagte Regelung die Debatte über eine „Teilamnestie“ faktisch zum ersten rechtlichen Schritt eines Öffnungsprozesses machen könnte. Sollten Terrorhäftlinge in den Anwendungsbereich der Regelung aufgenommen werden, wird eine erhebliche Entlastung der Gefängnisse erwartet.
In den kommenden Tagen wird sich die Haltung der AKP klären und wer die endgültige Entscheidung treffen wird. In politischen Kreisen wird zudem berichtet, dass der Vorschlag, ein separates Gesetzgebungsverfahren für diesen Prozess einzuleiten, häufiger zur Sprache kommt.
Nachrichtenquelle : 12punto
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu
Warnung vor dem Risiko von Haarausfall bei GLP-1-Medikamenten
Die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters, die die CHP gewonnen hatte, wird ab der dritten Runde wiederholt