Die Geheimnis-Box des tiefen Staates... 'Yeşil lebt noch'
Mahmut Yıldırım, bekannt unter dem Codenamen Yeşil, sorgte in den 1990er Jahren durch ungeklärte Morde, Entführungen und außergerichtliche Hinrichtungen für Schlagzeilen. Obwohl gegen Yıldırım ein internationaler Haftbefehl von Interpol vorliegt, gibt es keine Aufzeichnungen über eine legale Ausreise ins Ausland.
Wie aus einem Bericht von Sözcü hervorgeht, wurde bekannt, dass es bisher keinerlei Aufzeichnungen über eine legale Ausreise von Mahmut Yıldırım, der unter dem Codenamen Yeşil bekannt ist, aus dem Land gibt.
Yıldırım, dessen Name Anfang der 1990er Jahre im Osten und Südosten des Landes mit Entführungen in weißen Toros-Fahrzeugen, ungeklärten Morden und außergerichtlichen Hinrichtungen in Verbindung gebracht wurde, fällt auch durch seinen Familienregisterauszug bei der Generaldirektion für Bevölkerung und Staatsbürgerschaftsangelegenheiten des Innenministeriums auf. Dass dieser Datensatz seit 1995 keinerlei Änderungen erfahren hat, verstärkt die Vermutungen, dass Yıldırım noch am Leben sein könnte.
YEŞİLS REGISTRIERUNGEN SIND GESCHLOSSEN
In Schreiben des Finanzministeriums und der Finanzämter wurde mitgeteilt, dass keine Steuerpflicht-Registrierungen für Mahmut Yıldırım gefunden wurden. Zudem wird in einem Schreiben der Generaldirektion für Strafregister und Statistik erklärt, dass kein Strafregistereintrag für Yıldırım existiert, er also als nicht vorbestraft gilt.
Bezüglich der Telefonanschlüsse von Yıldırım betonten die Mobilfunkbetreiber, dass zwar zahlreiche Telefonleitungen auf seinen Namen registriert seien, jedoch keine Leitung mit seiner türkischen Identitätsnummer übereinstimme.
Es wurde behauptet, dass Mahmut Yıldırım, bekannt unter dem Codenamen Yeşil, zuletzt im Jahr 2006 nach einem neuntägigen Aufenthalt in einem Haus in Tuzluca, Iğdır, auf illegalem Weg nach Nachitschewan gelangte.
Dieser Vorfall wurde von einem in Iğdır tätigen Polizisten bei der Staatsanwaltschaft gemeldet, wobei auch Bild- und Videomaterial geteilt wurde. Den Unterlagen der Staatsanwaltschaft zufolge wurde Yıldırım beim Nachrichtendienst der Gendarmerie als "ziviler Angestellter" geführt.
INTERPOL FAHNDET
Mahmut Yıldırım, gegen den ein internationaler Haftbefehl von Interpol vorliegt, wird beschuldigt, zwischen 1991 und 1996 26 Menschen getötet zu haben. Yıldırım, der für seine im Namen des Staates unter dem Namen JİTEM durchgeführten Hinrichtungen bekannt ist, wird beschuldigt, zahlreiche Personen entführt, gefoltert und ermordet zu haben, wobei deren Leichen in Säcken an verschiedenen Orten entsorgt wurden.
Den Gerichtsakten zu Yıldırım zufolge befinden sich unter den Ermordeten auch prominente Namen. Zu den Opfern zählen unter anderem der Provinzvorsitzende der Halkın Emek Partisi (HEP) in Diyarbakır, Vedat Aydın, der HEP-Provinzvorstand in Muş, Harbi Arman, der Schriftsteller Musa Anter, der IHD-Funktionär Hasan Kaya sowie der Anwalt Metin Can. Darüber hinaus gehören der DEP-Vorsitzende von Nizip, Mehmet Şen, und der Vorsitzende der Gesundheitsgewerkschaft, Necati Aydın, zu den Opfern von Yıldırım. Es wurde vermerkt, dass die Zahl der von Yıldırım getöteten Personen mit einer Liste von 26 Namen noch höher ausfällt.
Nachrichtenquelle : 12punto
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