Erbstreit mit Steinen und Stöcken: Kampf der Menzil-Brüder landet vor Gericht! Kontakt zum Palast besteht weiterhin
Der Streit zwischen den drei Brüdern innerhalb der Menzil-Gemeinschaft wurde diesmal wegen des Dergah-Gebäudes in Çorum vor Gericht gebracht. Saki Elhüseyni beschuldigte seine Brüder, durch die Gründung von Scheinfirmen Immobilien übertragen zu haben.
Nach dem Tod des Anführers der Menzil-Sekte, Abdulbaki Elhüseyni, hat sich der Erbstreit zwischen seinen drei Söhnen bis auf die von der Gemeinde genutzten Derwisch-Gebäude ausgeweitet. Die jüngste Entwicklung betrifft das als „Külliye“ (Komplex) bezeichnete Derwisch-Gebäude in Çorum.
Für das Gebäude, das von den Anhängern von Saki Elhüseyni genutzt wird, hat die Erol İnşaat A.Ş., an der die anderen Brüder Mübarek und Fettah Elhüseyni beteiligt sind, bei Gericht eine Räumungsklage eingereicht. Während das Verfahren noch läuft, gelangt die Spannung zwischen den Parteien zunehmend an die Öffentlichkeit.
„DIESES GEBÄUDE GEHÖRT ALLEN MUSLIMEN“ – DIE VERTEIDIGUNG
Der „Çorum Semerkand Gönülleri Derneği“ (Verein der Semerkand-Freunde von Çorum), der auf der Seite der Beklagten steht, behauptet, dass es sich bei dem Gebäude um ein Stiftungsareal handele. Die Vereinsmitglieder, die betonen, dass das Eigentum am Gebäude allen Muslimen gehöre, lehnen das Privateigentum mit der Begründung ab, dass sie den Ort als Moschee und Schule nutzten.
Die Klägerseite widerspricht dieser Verteidigung und erinnert daran, dass diese Haltung jeder rechtlichen Grundlage entbehre und Sekten gemäß dem „Gesetz Nr. 677 über die Revolution“ bereits 1924 verboten wurden. In der bei Gericht eingereichten Petition heißt es: „Wenn diese Auffassung akzeptiert wird, könnte jede Sekte einen Ort besetzen.“
STREIT ZWISCHEN DEN BRÜDERN ÜBER FIRMEN
Die Gerichtsakte entstand durch die Zusammenlegung zweier separater Klagen. Eine der von Erol Ticaret eingereichten Klagen richtet sich gegen den von Gemeindeanhängern gegründeten „Çorum Semerkand Gönülleri Derneği“, die andere gegen ein Unternehmen namens „MNG Organizasyon Hayvancılık Gıda Tekstil Ltd. Şti“.
Während darauf hingewiesen wird, dass auch MNG Organizasyon mit Mübarek und Fettah Elhüseyni in Verbindung steht, wurde festgehalten, dass die Klage eingereicht wurde, weil das Gebäude zwar zunächst vermietet, aber keine Miete gezahlt worden sei.
VORWURF: „SIE HABEN IN EUROPA SCHEINFIRMEN GEGRÜNDET“
Saki Elhüseyni behauptete in einem Gespräch mit seinem engsten Umfeld, dass seine Brüder in Europa vier bis fünf Scheinfirmen gegründet hätten und dass die Derwisch-Gebäude, die mit Beiträgen der Gemeindemitglieder erworben wurden, auf diese Firmen übertragen worden seien.
Saki äußerte seine Vorwürfe mit den Worten: „Diese Transaktionen fanden während der Zeit statt, als mein Vater schwer krank war. Als sich die Gesundheit meines Vaters verschlechterte, sind sie wie bei einem Massaker vorgegangen.“
AUFFORDERUNG: „DER STAAT SOLL DIE GESAMMELTEN GELDER FINDEN“
Saki Elhüseyni beschuldigte seine Brüder zudem, über die Gemeinde große Summen an Geld gesammelt zu haben.
„Sie sind nur auf Geld und Eigentum aus“, sagte Saki und fügte bemerkenswert hinzu: „Jeder hat hier geholfen, ob er nun ein ‚Sofi‘ (Anhänger) ist oder nicht, ob er betet oder nicht. Wenn ich die gesammelten Summen nennen würde, würde es euch die Sprache verschlagen. Ich sage es nicht. Der Staat soll es herausfinden. Das ist nicht meine Aufgabe.“
KONTAKT ZUM PALAST
Es ist bekannt, dass Saki Elhüseyni in diesem Prozess auch seine politischen Kontakte pflegt. Saki Elhüseyni, der sich zuvor mit Präsident Erdoğan getroffen hatte, hatte erklärt, dass er die Themen Erbe und das Vermögen der Gemeinde bei Erdoğan zur Sprache gebracht habe.
Nachrichtenquelle : 12punto
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