Erdbebenexperte warnt vor dieser Provinz: Boden ist sehr schlecht, großes Beben erwartet
Der japanische Erdbebenexperte Moriwaki wies auf den schwachen Boden und die vier Verwerfungslinien in Afyonkarahisar hin und warnte, dass selbst ein Beben der Stärke 6 schwere Schäden verursachen könnte. Er betonte zudem die Bedeutung der Erdbebenvorsorge in der gesamten Türkei.
Während es im Erdbebenland Türkei täglich zu Erschütterungen unterschiedlicher Stärke kommt, verfolgen die Bürger weiterhin aufmerksam die Warnungen der Erdbebenexperten.
Der japanische Erdbebenexperte Yoshinori Moriwaki sprach vor Journalisten in Afyonkarahisar und äußerte wichtige Warnungen.
Moriwaki erklärte, dass in Afyonkarahisar kein Beben der Stärke 7,5 wie in Kahramanmaraş oder der Marmara-Region zu erwarten sei, wies jedoch auf die Schwäche des Bodens hin und betonte, dass selbst ein Beben der Stärke 6 in der Region schwere Schäden anrichten könne.
"ALLUVIALBODEN IST SEHR SCHLECHT"
Der Erdbebenexperte warnte und wies darauf hin, dass es innerhalb der Stadt Afyonkarahisar vier Verwerfungslinien gibt.
"Wir kamen letztes Jahr am 28. Dezember nach Afyon. Danach begann leider das Ereignis des Bruchs der ostanatolischen Verwerfungslinie", sagte Moriwaki. "Natürlich habe ich danach nicht mehr viel für Afyonkarahisar recherchiert, aber natürlich kann es in diesem Jahr auch in Afyonkarahisar zu Erdbeben kommen. Es gibt Verwerfungslinien in Afyonkarahisar, und zwar vier innerhalb der Stadt. Der Alluvialboden ist sehr schlecht, es gibt Verwerfungslinien, deshalb sollte man keine sehr hohen Gebäude bauen. Der Bürgermeister hat bereits entschieden, dass nur bis zum 3. Stockwerk gebaut werden darf, das war sehr gut. An manchen Stellen kann man bauen, zum Beispiel für TOKİ-Projekte können etwas höhere Gebäude errichtet werden", sagte er.
WARNUNG VOR EINEM BEBEN DER STÄRKE 7,5
Der Erdbebenexperte betonte, dass Gebäude unter Kontrolle und unter Berücksichtigung der Bodenbeschaffenheit sowie durch Bohrungen gewonnenen Daten errichtet werden sollten.
Moriwaki stellte fest, dass in der Türkei generell mehr als 50 Prozent der Gebäude illegal sind, und warnte vor einem Beben der Stärke 7,5 mit folgenden Worten:
"Man sollte die Bodenstruktur und die Ergebnisse der Bohrungen prüfen und Gebäude unter Kontrolle errichten. Eigentlich hätte man nach 1998 prüfen müssen, ob eine Genehmigung vorliegt und ob der Boden gut oder schlecht ist. Generell erwarte ich hier keinen sehr großen Erdstoß wie in Kahramanmaraş oder in der Marmara-Region, also kein Beben der Stärke 7 oder 7,5. Aber leider ist der Boden schlecht, daher muss man vorsichtig sein, auch wenn es meistens bei Stärke 6 bleibt, wie es auch 2002 der Fall war."
"WIR MÜSSEN JEDERZEIT AUF EIN ERDBEBEN VORBEREITET SEIN"
"Man soll mich nicht nach dem Zeitpunkt und der Stärke des Bebens fragen", sagte Moriwaki und unterstrich, dass Erdbeben in der Türkei eine Realität seien und die Menschen ständig auf ein Beben vorbereitet sein müssten.
Der Experte betonte, dass die Menschen das Erdbeben nicht vergessen dürften und äußerte: "Erdbeben kommen auf die Türkei und Japan zu, deshalb müssen wir vorbereitet sein. Wir müssen in der Gemeinde, zu Hause, in der Firma und in den Schulen zusammenarbeiten; dann können wir die Schäden um 70 Prozent reduzieren. 70 Prozent ist eine große Zahl, deshalb muss man gemeinsam darüber berichten. Wenn kein Beben kommt, vergessen die Menschen es vielleicht; man muss darüber berichten, damit es nicht in Vergessenheit gerät."
Nachrichtenquelle : 12punto
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