Erdoğan-Trump-Gipfel in der US-Presse... Erdoğan wollte überzeugen!
Das Treffen zwischen Präsident Erdoğan und US-Präsident Trump, die anlässlich des NATO-Gipfels im niederländischen Den Haag zusammenkamen, fand in der US-Presse mit bemerkenswerten Analysen Beachtung.
Präsident Recep Tayyip Erdoğan und US-Präsident Donald Trump führten gestern im Rahmen des NATO-Gipfels der Staats- und Regierungschefs in Den Haag ein kurzes, aber kritisches Gespräch. Das Treffen, das als „Mini-Gipfel“ bezeichnet wurde, war insofern bemerkenswert, als es der erste persönliche Kontakt zwischen Trump und Erdoğan in Trumps zweiter Amtszeit war.
Bei dem Gespräch wurden verschiedene Themen erörtert, allen voran die Verteidigungsindustrie, der Handel und die Zukunft der NATO. Es wurde bekannt, dass die beiden Staatschefs gegenseitige Sicherheitsbedenken und die wirtschaftliche Zusammenarbeit bewerteten.
Eine der auffälligsten Analysen zu dem Treffen stammte von dem in den USA ansässigen Medienunternehmen Bloomberg. Bloomberg erklärte: „Präsident Erdoğan zielte darauf ab, durch das Treffen mit Trump am Dienstagabend im Rahmen des NATO-Gipfels ein neues Kapitel in den angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern aufzuschlagen.“
In dem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass Erdoğan insbesondere versuchte, Trump davon zu überzeugen, die gegen die Türkei verhängten Beschränkungen in der Verteidigungsindustrie aufzuheben.
F-35- UND F-16-FORDERUNG AUF DER AGENDA
In dem Bericht, der sich auf türkische Quellen stützt, wurde die Information geteilt, dass die Türkei 40 F-35- und 40 F-16-Kampfjets von den USA kaufen möchte. Zudem wurde betont, dass die Türkei bei Washington offiziell die Genehmigung für den Kauf von F110- und F404-Triebwerken des US-Herstellers GE Aerospace beantragt hat, die in dem selbst entwickelten nationalen Kampfflugzeug KAAN und dem Jet-Trainer Hürjet eingesetzt werden sollen.
In der Bloomberg-Analyse wurde daran erinnert, dass der Kauf des russischen S-400-Luftverteidigungssystems durch die Türkei in der Vergangenheit und die Unterstützung der USA für die YPG in Syrien die Beziehungen zwischen den beiden Ländern schwer erschüttert hatten. Aufgrund dieser Spannungen wurde die Türkei aus dem F-35-Programm ausgeschlossen und mit verschiedenen Sanktionen im Bereich der Verteidigungsindustrie belegt.
Es wird behauptet, dass beim Treffen zwischen Erdoğan und Trump vereinbart wurde, einige technische Kontakte zur Lösung dieser Themen aufzunehmen. Türkische diplomatische Quellen erklärten hingegen, dass „ein positiver Boden für die Normalisierung der Beziehungen entstanden sei“.
Bei dem Gespräch wurden nicht nur die bilateralen Beziehungen, sondern auch die Zukunft der NATO und die strategische Rolle der Türkei innerhalb des Bündnisses bewertet. Quellen aus dem Präsidialamt zufolge teilte Erdoğan Trump mit, dass „die Türkei ihre Verpflichtungen innerhalb der NATO erfüllt und bereit ist, Schritte zu unternehmen, die die Verteidigungskapazität des Bündnisses erhöhen werden“.
Nachrichtenquelle : 12punto
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