Erdoğans Plan zur Übernahme der Kommunalverwaltungen enthüllt: Niemand weiß davon!
Laut AKP-Kreisen verfolgt Präsident Erdoğan einen Plan zur Umgestaltung der kommunalen Strukturen mit einem kleinen Team. Im Visier stehen die Großstadtverwaltungen und insbesondere Istanbul. Selbst Minister wissen nichts von den Details des Plans. Hier ist Erdoğans Plan für die Kommunen...
Die Hintergründe der Äußerungen des AKP-Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zur „Kommunalverwaltung“ während der AKP-Fraktionssitzung am 14. Mai werden allmählich deutlich.
Es heißt, das Hauptziel der neuen Regelung, bei der Erdoğan in seiner Rede die „Kompetenzwirrwarr“ betonte, sei die Stärkung der zentralen Kontrolle, insbesondere über die Metropolen.
NUR EIN ENGER KREIS KENNT DEN PLAN
Informationen aus AKP-Kreisen zufolge verfolgt Erdoğan die Arbeiten zur neuen Strukturierung der Kommunen nur mit einem kleinen und engen Stab. Es wird gemunkelt, dass selbst die Minister im Kabinett und die Parteiführung nichts von den Details des Plans wissen.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Arbeit noch nicht den offiziellen Gremien vorgelegt wurde und einige hochrangige Namen sogar aus der Presse von diesem Projekt erfahren haben.
Laut einem Bericht der Nefes-Journalistin Nuray Babacan sieht Erdoğans neue Kommunalstruktur vor, den Gouverneuren und Bezirksverwaltern mehr Befugnisse zu übertragen.
Auf diese Weise sollen Investitionen, Ausgaben und die Festlegung von Prioritäten in die Hände der Zentralregierung übergehen. Laut Babacan wird der Einfluss der Bürgermeister mit diesem Plan auf ein symbolisches Niveau reduziert.
DIE ÄRA DER „MÜLLSAMMELNDEN BÜRGERMEISTER“
Den Gerüchten zufolge werden Bürgermeister im neuen System nur noch in begrenzten Bereichen wie Stadtreinigung und Landschaftsgestaltung befugt sein. Babacan fasste diese Situation als „Bürgermeister, die fast nur noch Müll sammeln und Blumen pflanzen“ zusammen. Die eigentliche Macht in der lokalen Verwaltung wird auf die Gouverneursämter und Bezirksverwaltungen übergehen.
Der Plan beinhaltet auch die erneute Stärkung der speziellen Provinzverwaltungen. Dieser Schritt, auf den Erdoğan mit den Worten „Wir müssen die Aufgaben unserer Gouverneure und Bezirksverwalter aktiver gestalten“ hindeutete, bedeutet, dass alle öffentlichen Ressourcen in den Städten von einem einzigen Zentrum aus verwaltet werden.
Es wird behauptet, dass Erdoğans Erklärungen zur „Kompetenzteilung“ und zum „neuen Kommunalstatus“ in seiner Fraktionsrede insbesondere auf die von der Opposition geführten Metropolen wie Istanbul und Ankara abzielen. In den Kulissen wird kommentiert: „In den letzten beiden Kommunalwahlen hat die städtische Rente den Besitzer gewechselt. Es wird angestrebt, diese Einnahmen wieder an die Zentralverwaltung zu binden.“
AUCH LOKALE EINNAHMEN WERDEN ZENTRALISIERT
Dem neuen Strukturplan zufolge werden auch die von den Kommunen erhobenen Finanzmittel künftig von zentralen Institutionen kontrolliert. Erdoğan hatte diesbezüglich erklärt: „Die aus der Öffentlichkeit zugewiesenen und lokal erhobenen Einnahmen müssen in eine transparentere und kontrollierbare Struktur überführt werden.“
Informationen aus AKP-Kreisen zeigen, dass dieser Wandel nicht nur administrativ, sondern auch durch gesetzliche Regelungen gestützt wird. Mit einem neuen „Kommunalgesetz“ wird angestrebt, die Befugnisse der gewählten lokalen Verwalter einzuschränken und ernannte Bürokraten zu bevollmächtigen.
Nachrichtenquelle : 12punto
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