Erste Bilder eingetroffen: AFAD beginnt mit Such- und Rettungsarbeiten im Sednaya-Gefängnis
Die AFAD hat in Syrien mit Such- und Rettungsmaßnahmen im Sednaya-Gefängnis begonnen, das als Symbol für das Regime von Baschar al-Assad gilt und für seine Folterpraktiken bekannt ist. Es wird vermutet, dass dort noch Menschen eingeschlossen sind.
Die AFAD ist mit einem 120-köpfigen Team nach Damaskus gereist, um nach Personen zu suchen, die im syrischen Sednaya-Gefängnis vermutet werden.
Das AFAD-Team hat die Arbeiten mit Geräten zur Durchleuchtung von Wänden, Bodenradaren, vier Suchhundestaffeln sowie seismischen akustischen Abhörgeräten aufgenommen.
Die Einsatzkräfte brachen von Hatay aus auf und erreichten Damaskus nach einer etwa fünf- bis sechsstündigen Reise.
43 FAHRZEUGE UND 120 PERSONEN
Der Präsident der AFAD, Okay Memiş, und der vorläufige Geschäftsträger der Botschaft in Damaskus, Burhan Köroğlu, gaben vor dem Sednaya-Gefängnis in der Hauptstadt Damaskus Erklärungen gegenüber der Presse ab.
Memiş erklärte, dass sie die Arbeiten im Sednaya-Gefängnis mit 43 Fahrzeugen und 120 Einsatzkräften durchführen werden.
Memiş berichtete, dass Mobiltelefone dort kaum funktionierten und die Kommunikation mit Ankara über Satellitentelefone sichergestellt werde.
Köroğlu erinnerte daran, dass im Sednaya-Gefängnis schwere Verbrechen begangen wurden und ein Teil davon noch nicht aufgeklärt sei, und betonte die Bedeutung der Untersuchungen, die die AFAD mit ihrer eigenen Ausrüstung durchführen wird.
AUCH DAS GEFÄNGNISUMFELD WIRD DURCHSUCHT
Köroğlu erklärte, dass nicht nur das Gefängnis selbst, sondern auch das umliegende Gelände umfassend untersucht werde, und erinnerte daran, dass die Türkei seit langem daran arbeite, wie diejenigen bestraft werden können, die diese Kriegsverbrechen begangen haben.
KONTAKTE ZUR VORLÄUFIGEN REGIERUNG SYRIENS
Köroğlu äußerte, dass man als Botschaft zum Wiederaufbau Syriens und zu den türkisch-syrischen Beziehungen beitragen werde, und kündigte an, dass man sich morgen sowohl mit dem Premierminister der vorläufigen Regierung, Mohammed al-Baschir, als auch mit dem Anführer von Haya Tahrir al-Scham (HTS), Ahmed al-Schara (Abu Mohammed al-Golani), treffen werde.
Köroğlu betonte, dass das größte Bedürfnis in Syrien Stabilität und ein Ende der Angriffe sei, und sagte: „Es gibt keinen Grund für irgendeine Macht, hier einzugreifen. In diesem Rahmen haben wir begonnen, mit der bestehenden, legitimen vorläufigen Regierung zusammenzuarbeiten.“
Nachrichtenquelle : AA
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