Freispruch für PKK-Terroristen, der 3 Polizisten tötete: Lebenslange Haftstrafe für Sur-Bombenattentäter aufgehoben
Yakup Akkan, der für Bombenanschläge auf Polizisten und Soldaten in Silvan, Diyarbakır, verantwortlich war, war ursprünglich zu viermal lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach der Aufhebung des Urteils durch den Kassationshof wurde Akkan jedoch in dem neuen Verfahren von den Vorwürfen freigesprochen, drei Polizisten getötet und 21 Soldaten verletzt zu haben. Sollte das Strafmaß von lediglich 15 Jahren Haft wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung bestätigt werden, käme Akkan frei.
Im Prozess gegen den PKK-Terroristen Yakup Akkan, der mit gefälschten Papieren in Istanbul gefasst wurde, ist ein Urteil gefallen, das das öffentliche Rechtsbewusstsein erschüttert. Akkan hatte am 15. Dezember 2015 in Silvan, Diyarbakır, einen ferngesteuerten Bombenanschlag auf ein gepanzertes Fahrzeug der Spezialeinheiten verübt, die von einem Einsatz in den Gräben zurückkehrten. Bei dem Anschlag kamen der Leiter der Spezialeinheit, Ahmet Kabukçu, sowie die Polizeibeamten Mustafa Nohut und Nuri Yazanel ums Leben. Bei einem weiteren Bombenanschlag auf ein Militärfahrzeug im selben Zeitraum in Silvan wurden zudem 21 Soldaten verletzt.
ERSTES URTEIL: VIERMAL LEBENSLANGE HAFT UND 353 JAHRE GEFÄNGNIS
Das 8. Schwurgericht von Diyarbakır hatte Akkan zunächst wegen der Tötung der drei Polizisten und der Verletzung der 21 Soldaten zu viermal lebenslanger Haft sowie insgesamt 353 Jahren Gefängnis verurteilt. Der 3. Strafsenat des Kassationshofs hob dieses Urteil jedoch in der Sache auf. Infolgedessen wurde der Fall neu verhandelt.
SKANDALÖSE VERTEIDIGUNG DES TERRORISTEN
Die Verteidigung, die der PKK-Terrorist Akkan im neuen Prozess vorbrachte, löste Empörung aus. Akkan räumte ein, dass sein Fingerabdruck auf dem Batterieblock der Bombe gefunden wurde, sagte jedoch: „Ich habe die Bombe zwar vorbereitet, aber nicht platziert.“ Anschließend fügte er hinzu: „Der von Herrn Präsidenten und Herrn Bahçeli eingeleitete Lösungsprozess war ein Schritt auf dem Weg zum Frieden. Ich bin mit dem entstandenen Friedensklima zufrieden.“ Er schloss seine Verteidigung mit einem Freispruchsantrag.
FREISPRUCH UND 15 JAHRE HAFT
Das Gericht hob die zuvor verhängten lebenslangen Haftstrafen sowie die jahrhundertelangen Gefängnisstrafen auf und sprach Akkan von den Vorwürfen der Tötung der drei Polizisten und der Verletzung der 21 Soldaten frei. Akkan wurde lediglich wegen „Mitgliedschaft in einer bewaffneten terroristischen Vereinigung“ zu 15 Jahren Haft verurteilt. Akkan, der bereits seit 9 Jahren inhaftiert ist, könnte bei einer Bestätigung dieses Urteils durch den Kassationshof in Kürze auf freien Fuß kommen.
VOM YPG-KÄMPFER ZURÜCK ZUR PKK, DANN BOMBENATTENTÄTER
In seiner Aussage vor Gericht gab der Terrorist Akkan auch Einblicke in seine Aktivitäten innerhalb der Organisation. Er erklärte, er habe sich der YPG in der syrischen Stadt Kobani und der YBŞ in der irakischen Region Sindschar angeschlossen und an Kämpfen gegen den IS teilgenommen. Nach seiner Rückkehr in die Türkei sei er von der PKK erneut einberufen worden. Er sagte: „Da ich eine Bombenbau-Ausbildung hatte, riefen sie mich wieder zum Dienst.“
Der bei dem Bombenanschlag getötete Polizeidirektor Ahmet Kabukçu wurde mit einer Trauerfeier in der Kocatepe-Moschee in Ankara verabschiedet. An der Zeremonie nahm auch der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli teil. Kabukçus drei Kinder sowie die Kinder der Polizeibeamten Mustafa Nohut und Nuri Yazanel, insgesamt vier, blieben als Waisen zurück.
Nachrichtenquelle : 12punto
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu