Neue Details zum Prozess der Waffenabgabe der separatistischen Terrororganisation PKK... 'Zeremonie' wird nicht öffentlich und geheim sein
Es wird behauptet, dass die Terrororganisation PKK im Zuge des durch den Aufruf des MHP-Vorsitzenden Bahçeli wieder beschleunigten Öffnungsprozesses diese Woche im Irak die Waffen niederlegen wird. Die erste Zeremonie findet am Freitag, den 12. Juli, in Sulaimaniyya statt. Die Waffen sollen verbrannt werden, die Terroristen sollen die Organisation verlassen und im Irak bleiben. Der Prozess wird durch eine Parlamentskommission, neue gesetzliche Regelungen und diplomatische Kontakte unterstützt. Hier sind die neuen Details zum Prozess der Waffenabgabe...
Der historische Schritt im Prozess, der am 22. Oktober 2024 durch den Aufruf des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli an den auf Imralı inhaftierten Anführer der separatistischen Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, eingeleitet wurde, erfolgt diese Woche. Die Terrororganisation PKK bereitet sich darauf vor, in verschiedenen Regionen des Irak schrittweise die Waffen niederzulegen.
Die erste Entwaffnungszeremonie wird am Freitag, den 12. Juli, in Sulaymaniyah abgehalten. Nach vorliegenden Informationen wird eine Gruppe von 30 bis 50 Personen die Organisation verlassen, und die Waffen in ihrem Besitz werden verbrannt und vernichtet. Alle übergebenen Waffen werden registriert.
Den Terroristen, die die Waffen niederlegen, wird gestattet, im Irak zu bleiben; eine Rückkehr in die Türkei steht derzeit nicht zur Debatte.
CHP UNTERSTÜTZT DEN PROZESS, WIRD ABER NICHT AN DER ZEREMONIE TEILNEHMEN
Es wurde bekannt, dass die DEM-Partei politische Parteien, die Geschäftswelt, die Zivilgesellschaft und Anwaltskammern zur Zeremonie in Sulaymaniyah eingeladen hat. Zu den eingeladenen Parteien gehörte auch die CHP. Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel erklärte jedoch, dass sie den Prozess zwar unterstützten, aber nicht an der Zeremonie teilnehmen würden.
Özel äußerte sich in einer Erklärung bei Halk TV wie folgt:
„Dies sollte als ein staatliches Projekt durchgeführt werden. Wenn eine Parlamentskommission eingerichtet worden wäre, alle Parteien vertreten wären und eine Beobachterdelegation gebildet worden wäre, hätten wir uns direkt am Prozess beteiligt. Doch derzeit fehlt es der Organisation an Klarheit. Es beschränkt sich auf eine Einladung der DEM-Partei. Deshalb werden wir dort nicht sein. Aber wir werden den Prozess nicht torpedieren.“
INTENSIVE DIPLOMATIE IM DREIECK ANKARA-BAGDAD-ERBIL
Der diplomatische Teil des Prozesses wird zwischen der Türkei, dem Irak und der Regionalregierung Kurdistan (KRG) geführt. Der Leiter des türkischen Geheimdienstes (MİT), İbrahim Kalın, setzt seine Gespräche mit seinen irakischen Gesprächspartnern fort. Es wurde bekannt, dass Kalın in den kommenden Tagen nach Bagdad reisen wird, um neue Kontakte mit dem Präsidenten, dem Premierminister und Geheimdienstvertretern zu knüpfen.
Im Rahmen dieser Kontakte werden die Sicherheitskoordination, der Zeitplan für die Entwaffnung und die Überwachung derjenigen, die die Organisation verlassen, erörtert.
PARLAMENTSKOMMISSION KOMMT, TBMM WIRD AUCH IM SOMMER ARBEITEN
Auch der parlamentarische Teil des Waffenabgabeprozesses nimmt Gestalt an. Eine im türkischen Parlament (TBMM) einzurichtende Sonderkommission wird den Prozess sowohl überwachen als auch die notwendigen gesetzlichen Regelungen vorbereiten. Es wird erwartet, dass sich MİT-Chef Kalın vor der Einrichtung der Kommission auch mit dem Parlamentspräsidenten Numan Kurtulmuş trifft.
Der Aufgabenbereich der Kommission umfasst den Waffenabgabeprozess, Strategien zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft und die juristische Dimension. Aus diesem Grund wurde auch die Sommerpause der TBMM verschoben.
GESETZLICHE REGELUNGEN AUF DER TAGESORDNUNG
Für die rechtliche Grundlage des Prozesses sind umfassende gesetzliche Regelungen geplant. Themen wie Änderungen am Anti-Terror-Gesetz, Flexibilität im Strafvollzugssystem und die Überprüfung der Treuhänderpraxis stehen auf der Tagesordnung. Die Behörden sind jedoch entschlossen, „keinen Eindruck von Straflosigkeit entstehen zu lassen“.
ZEREMONIE WIRD GEHEIM SEIN
Laut einer Erklärung von Kandil-Quellen vom 7. Juli wird die in Sulaymaniyah stattfindende Zeremonie zur Waffenabgabe aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich sein. Die Zeremonie wird nicht live übertragen, Journalisten werden nicht zugelassen.
Die Teilnehmer werden nach der Zeremonie Videoaufzeichnungen auf einem dafür eingerichteten Bildschirm ansehen können. Die Behörden erklärten, dass diese Entscheidung aufgrund der „sich ändernden Sicherheitsbedingungen“ getroffen wurde.
Nachrichtenquelle : 12punto
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