Parlamentarische Kommission für eine 'Türkei ohne Terror' wird gegründet: Hier sind alle Details zur geplanten Kommission...
Auf Initiative des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli wird im Parlament eine neue Kommission für den Prozess einer „Türkei ohne Terror“ eingerichtet. Quellen der AK-Partei geben an, dass die Kommission keine Gesetze erarbeiten, sondern stattdessen ein umfassendes Strategiepapier zur Unterstützung des Lösungsprozesses erstellen werde. Die Arbeiten sollen über den Sommer fortgesetzt werden, wobei auch Vor-Ort-Besuche geplant sind. Hier sind die Details...
Nach dem Aufruf des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli zu einer „Türkei ohne Terror“ wird im Parlament eine Sonderkommission eingerichtet, um einen Beitrag zum Lösungsprozess zu leisten. Informationen aus AKP-Kreisen zufolge wird die Kommission nicht wie ein gesetzgebendes Organ arbeiten. Ihre Hauptaufgabe wird darin bestehen, ein umfassendes Grundsatzpapier zu erstellen, das Vorschläge zur Lösung des Problems enthält.
Wie Gerçek Gündem berichtet, erklärten AKP-Führungskräfte: „Aus dieser Kommission werden keine Gesetze hervorgehen, aber es werden Vorschläge für administrative und rechtliche Regelungen zur Lösung des Problems vorgelegt.“ Die Kommission wird die Probleme in den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen der Terrorismusbekämpfung analysieren und Lösungsvorschläge dem Parlament und der Öffentlichkeit präsentieren.
BESUCHE VOR ORT WÄHREND DER SOMMERMONATE
Auch wenn das Parlament in die Sommerpause geht, wird die Kommission ihre Arbeit nicht unterbrechen. Laut AKP-Führungskräften werden Besuche vor Ort, Gespräche mit Experten und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen, Reisen in die Provinzen sowie Treffen den ganzen Sommer über fortgesetzt. Auf diese Weise wird die Kommission nicht nur von Ankara aus agieren, sondern eine aktive Struktur haben, die auch vor Ort nach Lösungen sucht.
MITGLIEDERZAHL AUF 35 BEGRENZT
Um die Effektivität und Effizienz der Kommission zu gewährleisten, wird die Mitgliederzahl auf 35 begrenzt. In der AKP herrscht die Auffassung vor, dass eine größere Anzahl an Mitgliedern die Entscheidungsprozesse erschweren und die Arbeit verlangsamen würde. Daher wird eine begrenzte, aber hochgradig repräsentative Struktur bevorzugt.
Es ist geplant, dass alle im Parlament vertretenen politischen Parteien in der Kommission vertreten sind. Die Repräsentationsquoten sollen sich nach der Anzahl der Sitze der Parteien im Parlament richten. Für Parteien ohne Fraktionsstatus ist jeweils ein Kontingent vorgesehen, während unabhängige Abgeordnete per Losverfahren bestimmt werden sollen.
Auch für die interne Arbeitsweise der Kommission wird ein bemerkenswertes System eingeführt. Für Entscheidungen reicht eine „einfache Mehrheit“ (also mehr als die Hälfte) aus. Für die Annahme von Vorschlägen und Berichten, die der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen, ist jedoch eine „qualifizierte Mehrheit“ erforderlich. Auf diese Weise soll die Kultur des Konsenses in den Vordergrund gestellt und ein breiter Konsens angestrebt werden.
KOORDINATION LIEGT BEIM PARLAMENTSVORSITZENDEN
Die Verantwortung für die Organisation und Durchführung der Kommission wird dem Parlamentspräsidenten Numan Kurtulmuş übertragen. Alle politischen Parteien wurden aufgefordert, ihre schriftlichen Stellungnahmen zur Struktur und zu den Arbeitsgrundsätzen der Kommission bis Anfang nächster Woche an das Parlamentspräsidium zu übermitteln.
Zudem wird erwartet, dass jede Partei einen „koordinierenden Fraktionsvorsitzenden“ ernennt, um den Prozess zu verfolgen.
Nachrichtenquelle : 12punto
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