Seismische Aktivität auf Santorin hält an! Kritische Warnung von Experten
Die seismische Aktivität vulkanischen Ursprungs in der Ägäis hält an. Der Erdbebenexperte Prof. Dr. Hasan Sözbilir wies darauf hin, dass es rund um die Insel Santorin bereits 20.000 Beben vulkanischen Ursprungs gegeben habe, und warnte davor, dass in der Region derzeit eine Verwerfung aufbreche.
Prof. Dr. Hasan Sözbilir, Direktor des Zentrums für Erdbebenforschung und -anwendung der Dokuz Eylül Universität (DEÜ), äußerte sich besorgt über die seismische Aktivität auf der Insel Santorin.
Sözbilir erklärte, dass die Aktivität in der Region am 28. Januar begonnen habe und seitdem fast 4.000 Erdbeben registriert worden seien. Griechischen Wissenschaftlern zufolge habe es sogar bis zu 20.000 vulkanisch bedingte Erschütterungen (Tremor) gegeben.
Sözbilir stellte klar, dass es sich bei diesen Erschütterungen nicht direkt um klassische Erdbeben handele: „Man nennt sie 'Tremor', es sind also keine direkten Erdbeben, man könnte sie als 'Erdbeben-ähnliche Erschütterungen' bezeichnen“, so der Experte.
ANZAHL UND INTENSITÄT DER BEBEN HABEN ABGENOMMEN
Prof. Dr. Sözbilir betonte, dass sich die seismische Aktivität in der Region im Laufe der Zeit verändert habe; während anfangs täglich 3 bis 5 Beben verzeichnet wurden, stieg diese Zahl an manchen Tagen auf bis zu 400 an.
Derzeit würden jedoch nur noch 15 bis 50 Beben pro Tag registriert, wobei sowohl die Stärke als auch die Anzahl abgenommen hätten.
Dies deute darauf hin, dass vulkanische und tektonische Bewegungen zusammenwirken, so Sözbilir: „Derzeit lösen sich sowohl durch Magmabewegungen verursachte Erschütterungen als auch Beben, die durch die Verwerfung in der Region entstehen, gegenseitig aus.“
Sözbilir erklärte, dass vulkanische Beben in der Region eine maßgebliche Rolle spielen und die Bewegung des Magmas unter der Erdoberfläche die Kruste aufbreche, um den Druck abzubauen.
Sözbilir sagte: „Dies zeigt, dass tektonische und vulkanische Bewegungen miteinander verbunden sind. Während sich das Magma in der Tiefe bewegt, brechen auch die Verwerfungen in der Region auf, um Stress und Druck abzubauen.“
In diesem Prozess könnten sich die Beben gegenseitig verstärken und über einen längeren Zeitraum andauern, was laut Sözbilir zu einer Phase der Ungewissheit in der Region führe.
„WIR KÖNNEN SEHEN, DASS DIE VERWERFUNG AUFBRICHT“
Prof. Dr. Hasan Sözbilir teilte Informationen zur Struktur der Verwerfung in der Nähe von Santorin mit und erklärte, dass die Analysen der türkischen Katastrophenschutzbehörde AFAD darauf hindeuten, dass der Bruch an einer nordöstlich verlaufenden Verwerfung stattfinde.
Sözbilir sagte: „Es gibt Analysen der AFAD dazu, um welche Art von Verwerfung es sich dort handelt. Wenn wir uns diese ansehen, können wir erkennen, dass eine nordöstlich verlaufende Verwerfung gerade aufbricht.“
Nachrichtenquelle : AA
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Junges Paar stirbt bei Absturz mit Geländewagen 15 Meter in die Tiefe
Warnung vor dem Risiko von Haarausfall bei GLP-1-Medikamenten
Die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters, die die CHP gewonnen hatte, wird ab der dritten Runde wiederholt
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu