Seltsame Fragen an die Büroleiterin bei der IBB-Untersuchung!
Kadriye Kasapoğlu, die Büroleiterin der Stadtverwaltung Istanbul (IBB), wurde im Rahmen der Ermittlungen gegen die IBB zum zweiten Mal festgenommen und aufgrund ihrer Telefonate verhört. Im Zuge der Untersuchung wurden auch einem Dienstwagenfahrer Fragen wie „Warum warst du bei ihr?“ gestellt.
In den gegen die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) geführten Ermittlungen wurde gegen die İBB-Büroleiterin Kadriye Kasapoğlu zum zweiten Mal eine Festnahmeanordnung erlassen. Die Telefongespräche, die Kasapoğlu aufgrund ihrer Aufgabe mit zahlreichen Personen führte, wurden zum Gegenstand der Ermittlungen gemacht.
Im Verhör wurde Kasapoğlu zu 3.622 Telefongesprächen befragt, die sie seit 2019 mit Mustafa Akın, dem Leiter des Personenschutzes des İBB-Präsidenten Ekrem İmamoğlu, geführt hatte, zu 1.003 Gesprächen mit dem İBB-Generalsekretär Gürkan Alpay, zu 830 Gesprächen mit KİPTAŞ-Generaldirektor Ali Kurt, 77 mit İbrahim Bülbüllü und 45 mit Seza Büyükçulha. Kasapoğlu wiederholte dazu ihre bereits zuvor abgegebene Aussage.
FRAGE ZU GEMEINSAM GENUTZTEM GERÄT
Kasapoğlu wurden auch Fragen zu einem Mobiltelefon gestellt, das die Polizei am 23. März sichergestellt hatte und das mutmaßlich dem İBB-Präsidenten Ekrem İmamoğlu gehörte. Kasapoğlu gab dazu folgende Aussage ab:
„Ich erinnere mich, dass das betreffende Telefon von vielen Beschäftigten genutzt wurde und kein Passwort hatte; daher habe ich keine Kenntnis über ein Passwort. Ich denke, dass es sich bei der als ‚Frau Burcu‘ genannten Person um Burcu Ciner Şimşek handelt, die für das Sekretariat zuständig ist. Bei der İBB gibt es im Allgemeinen die Praxis, Geräte, deren Nutzungsdauer abgelaufen ist, an die Abteilung für Informationstechnologie zu übergeben. Ich denke, dass auch dieses Telefon dorthin übergeben worden sein könnte. Am 19. März habe ich jedoch keine Anweisung zu diesem Telefon gegeben. Ich weiß nicht, ob das Gerät zum Inventar der İBB gehört.“
DIE FRAGE: „WARUM WAR DER FAHRER BEI IHM?“
Auch Kamuran Ataç, der Dienstfahrer des im Rahmen der Ermittlungen verhafteten İBB-Mitarbeiters Yakup Öner, sah sich mit bemerkenswerten Fragen konfrontiert. Nachdem die Funkzellendaten mit Öner übereinstimmten, wurde Ataç die Frage gestellt: „Wie erklären Sie diese Situation?“
Ataç erläuterte seine Aufgabenbeschreibung und sagte:
„Ich bin der Fahrer von Yakup Öner. Ich hole ihn ab, fahre ihn hin und warte an der Tür. Beim Verlassen bringe ich ihn an den Ort, den er wünscht.“
AUSSAGEN EINES KRONZEUGEN WURDEN ABGEFRAGT
Kamuran Ataç wurde außerdem zu den Aussagen von Emrullah Turanlı befragt, der für das in der Öffentlichkeit als „Kanal Istanbul von Şişli“ bekannte Projekt bekannt ist und in der Ermittlungsakte als Kronzeuge geführt wird. Ataç gab auch hierzu eine ähnliche Antwort:
„Ich arbeite nur als Dienstfahrer. Ich habe keine außergewöhnliche Bereicherung gesehen. Soweit ich weiß, ist Yakup Öner ohnehin seit Langem eine wohlhabende Person.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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