Soziale-Medien-Strafe im Straßenverkehr kommt: Wer driftet, drängelt oder Videos dreht, muss zahlen!
Mit einem Gesetzesentwurf, der diese Woche im türkischen Parlament (TBMM) beraten werden soll, beginnt eine neue Ära bei den Verkehrsbußgeldern. Wer Verstöße gegen die Verkehrsregeln in sozialen Medien teilt, muss mit Geldstrafen rechnen.
Mit einem neuen Gesetzesentwurf, der diese Woche in der Großen Nationalversammlung der Türkei behandelt wird, wird erstmals eine „Soziale-Medien-Strafe“ im Straßenverkehr eingeführt.
Wie die Zeitung Sözcü berichtet, müssen Fahrer, die ihre Verkehrsverstöße filmen und in sozialen Medien teilen, künftig mit Geldstrafen von bis zu 25.000 Lira rechnen.
Fahrern, die driften, drängeln, in die Gegenrichtung fahren, bewusst die Spur wechseln, Rettungswagen oder Feuerwehrfahrzeugen die Vorfahrt verweigern und diese Momente teilen, drohen sowohl Geldstrafen als auch verwaltungsrechtliche Sanktionen.
HOHE GELDSTRAFEN UND FÜHRERSCHEINSANKTIONEN
Mit der neuen Regelung kommen auf Fahrer, die gegen Verkehrsregeln verstoßen, nicht nur Geldstrafen, sondern auch Führerscheinsanktionen zu.
Es werden Geldstrafen zwischen 46.000 und 180.000 Lira verhängt; in einigen Fällen werden die Führerscheine vorübergehend für bis zu 30 Tage eingezogen.
Wer im Fahrzeug laute Musik hört, durch Motorenlärm auffällt oder im Konvoi den Verkehr gefährdet und dies in sozialen Medien teilt, muss ebenfalls mit einer Strafe von bis zu 25.000 Lira rechnen.
REKORDSTRAFEN FÜR FAHRTEN UNTER ALKOHOL- UND DROGENEINFLUSS
Die neue Regelung sieht auch harte Maßnahmen für Fahrer vor, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss am Steuer sitzen.
Wer mit mehr als 0,50 Promille Alkohol am Steuer erwischt wird, muss mit 25.000 bis 50.000 Lira Strafe rechnen,
für das Fahren unter Drogeneinfluss wird eine Strafe von 150.000 Lira verhängt.
WER KENNZEICHEN VERDECKT ODER MANIPULIERT, MUSS ZAHLEN
Fahrern, die ihr Kennzeichen verdecken oder Buchstaben bzw. Zahlen auf dem Kennzeichen verändern, droht eine Geldstrafe von 140.000 Lira.
Zudem werden die Führerscheine derjenigen, die innerhalb geschlossener Ortschaften die Geschwindigkeitsbegrenzung um 46 bis 55 Kilometer überschreiten, für 30 Tage vorübergehend eingezogen.
STRAFEN FÜR ANGRIFFE IM VERKEHR UND HANDYNUTZUNG WERDEN ERHÖHT
Im selben Entwurf werden auch die Strafen für Gewalt und Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr verschärft. Wer ein anderes Fahrzeug in aggressiver Absicht verfolgt oder aus seinem Fahrzeug aussteigt, um einen anderen Fahrer anzugreifen, muss mit einer Strafe von 180.000 Lira rechnen.
Fahrern, die während der Fahrt ihr Mobiltelefon benutzen, droht ein Bußgeld von 5.000 Lira.
ZIEL: VERKEHRSSICHERHEIT GEWÄHRLEISTEN UND DIGITALE KONTROLLE VERSCHÄRFEN
Die neue Regelung zielt darauf ab, sowohl die Verkehrssicherheit zu erhöhen als auch Verkehrsverstöße im digitalen Raum zu unterbinden. Es wird darauf hingewiesen, dass Beiträge in sozialen Medien künftig bei Verkehrskontrollen als Beweismittel herangezogen werden können.
Nachrichtenquelle : 12punto
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