Vorwurf der Manipulation von Wahlergebnissen: Begann der Datendiebstahl bei der YSK?
Nach dem Skandal um gefälschte Diplome wurden Vorwürfe laut, dass ein organisiertes Datendiebstahl-Netzwerk in den Jahren 2009 und 2015 in die Systeme des Hohen Wahlrats (YSK) eingedrungen sei. Wie haben sich diese Lecks auf die Wahlsicherheit ausgewirkt?
Der Skandal um gefälschte Diplome hat die digitalen Sicherheitslücken in der Türkei erneut offengelegt. Ein neuer Vorwurf bezüglich eines organisierten Datendiebstahls kam nach Hinweisen auf Eindringversuche in die Computersysteme des Hohen Wahlausschusses (YSK) in den Jahren 2009 und 2015 auf.
„BEGANN DAS ERSTE LECK BEI DER YSK?“
Die Journalistin Çiğdem Toker brachte in ihrem Artikel bei T24 die Zweifel zur Sprache, dass ein organisiertes Datendiebstahl-Netzwerk in den Jahren 2009 und 2015 in die YSK-Systeme eingedrungen sei. Toker betonte, dass diese Behauptungen die digitale Sicherheitslücke der Türkei erneut ans Licht gebracht hätten.
In der von der 28. Großen Strafkammer in Ankara angenommenen Anklageschrift, in der der türkische Geheimdienst MİT als Kläger auftritt, gibt es einen bemerkenswerten Abschnitt. Der Verdächtige Muhammet Eşitmez, bekannt unter dem Spitznamen „Hackerdede“, gab an, dass das Eindringen in staatliche Daten möglicherweise über die Computer der YSK erfolgt sein könnte. Eşitmez schilderte die Details zur Einrichtung des illegalen Abfragesystems namens „Nexcity“ wie folgt:
„Ich weiß, dass das Eindringen in staatliche Daten erstmals in den Jahren 2009 und 2015 begann. Ob diese Lecks jedoch vom Hohen Wahlausschuss ausgingen, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Danach wurden etwa 101 Millionen Datensätze in die Systeme des Gesundheitsministeriums eingespeist und diese Daten mithilfe verschiedener Viren abgezogen.“
BEDROHT EIN LECK BEI DER YSK DIE WAHLSICHERHEIT?
Der Teil in Eşitmez' Aussage über ein „Eindringen über YSK-Computer“ stellt eine große Bedrohung für die Wahlsicherheit dar. Die Sorge, dass diese Lecks das Potenzial haben könnten, Wahlergebnisse zu beeinflussen, hat in der gesamten Öffentlichkeit ein Echo gefunden.
Die Vorwürfe bezüglich gefälschter Diplome und organisiertem Datendiebstahl haben die Diskussion über die digitalen Sicherheitssysteme der Türkei neu entfacht. Die Datensicherheit des Hohen Wahlausschusses ist für die Transparenz und Zuverlässigkeit von Wahlen von entscheidender Bedeutung.
Toker wies in ihrem Artikel darauf hin, dass die Aussagen von Muhammet Eşitmez durch Beweise weiter vertieft werden müssen.
Nachrichtenquelle : 12punto
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