Widerspruch zur Predigt: Diyanet-Präsident Ali Erbaş nahm für seine Pilgerreise einen Bügler mit!
Es wurde bekannt, dass der Präsident für religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Ali Erbaş, und seine Ehefrau Seher Erbaş für ihre Pilgerreise (Haddsch) von Ankara nach Mekka einen persönlichen Bügler mitgenommen haben. Neben dem Bügler wurden auch zahlreiche weitere Dienstkräfte im Zelt in Arafat eingesetzt.
Der Besuch des Diyanet-Präsidenten Ali Erbaş und seiner Ehefrau Seher Erbaş im Rahmen der Hadsch-Organisation 2025 hat eine neue Debatte entfacht. Laut einem offiziellen Dokument, das der Zeitung Sözcü vorliegt, wurde zusammen mit dem Ehepaar Erbaş auch ein Bügler aus Ankara nach Mekka entsandt. Diese Person war während der gesamten Hadsch-Zeit damit beauftragt, die Kleidung des Paares zu bügeln. Das Dokument hält zudem fest, dass für das Ehepaar Erbaş im Zelt in Arafat eine große Anzahl an Dienstpersonal abgestellt wurde.
HADSCH-TEAM ÜBERSCHREITET 4.000 PERSONEN, KRITIK WÄCHST
Während in diesem Jahr 84.942 Menschen aus der Türkei die Hadsch vollzogen, wurde ein 4.091-köpfiges Diyanet-Team zur Unterstützung in die heiligen Stätten entsandt. Zu diesem Team gehörten nicht nur Geistliche, sondern auch Köche, Ernährungsberater und Servicepersonal. Die Zuweisung von Personal für die persönlichen Dienste des Ehepaars Erbaş stieß jedoch auf scharfe Kritik.
Ein Diyanet-Beamter, der gegenüber Sözcü sprach, erklärte: „Am vergangenen Freitag wurde in 90.000 Moscheen eine sehr wichtige Predigt gehalten, in der die Bedeutung von öffentlichem Eigentum betont wurde. Doch was hier geschieht, ist an einem Punkt angelangt, an dem einem die Worte fehlen. Diejenigen, die das anvertraute Gut des Volkes schützen sollten, nutzen es für ihre eigenen Zwecke.“
In der Freitagspredigt vom 27. Juni 2025 wurde betont, dass öffentliches Eigentum das „Recht der noch ungeborenen Waisen“ sei und die persönliche Nutzung öffentlicher Ressourcen sowohl eine moralische Last als auch eine Sünde darstelle. Die Beauftragung eines privaten Büglers und Dienstpersonals für die Hadsch-Reise des Ehepaars Erbaş steht in direktem Widerspruch zu der Botschaft dieser Predigt.
In der Predigt hieß es:
„Öffentliches Eigentum ist nicht nur das Recht der Lebenden, sondern auch das der noch ungeborenen Kinder. Diese Güter auf persönliche und willkürliche Weise zu nutzen, ist eine große Sünde.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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