Widersprüche vertiefen sich: Lügen von Salim und Nevzat im Fall Narin Güran aufgedeckt
Die Ungewissheiten und Widersprüche im Mordfall der 8-jährigen Narin Güran halten an. Zuletzt stellte sich heraus, dass die Gespräche der Angeklagten unter dem Vorwand eines „Wasserausfalls“ haltlos waren. Ein Bericht von DİSKİ bestätigte, dass es am Tag des Mordes in der Region keinen Wasserausfall gab.
Die gesamte Türkei verfolgte aufmerksam den ersten Prozesstag im Mordfall Narin Güran...
Der Prozess gegen die inhaftierten Angeklagten, die Mutter Yüksel, den Bruder Enes, den Onkel Salim Güran sowie Nevzat Bahtiyar, fand letzte Woche statt. Narin Güran war 19 Tage nach ihrem Verschwinden in Diyarbakır leblos in einem Sack in einem Bachbett gefunden worden.
Die Verhandlung, die drei Tage dauerte und in der die Fortdauer der Untersuchungshaft der Angeklagten beschlossen wurde, wurde auf den 26. Dezember vertagt.
Justizminister Yılmaz Tunç hatte im Zusammenhang mit dem Fall ebenfalls angekündigt, dass das Gericht neue Sachverständigengutachten angefordert habe. Während neue Berichte zusammengetragen werden, kam ein bemerkenswertes Detail ans Licht.
DIE LÜGE VOM 'WASSERAUSFALL'
Wie aus einem Bericht von Halk TV hervorgeht, stellte sich heraus, dass die Aussagen von Onkel Salim Güran und Nevzat Bahtiyar, sie hätten sich aufgrund eines „Wasserausfalls“ kontaktiert, nicht der Wahrheit entsprechen.
In einem Bericht der Wasser- und Kanalisationsverwaltung von Diyarbakır (DİSKİ) wurde erklärt, dass es am Tag des Mordes in der Region zu keinem Wasserausfall gekommen sei.
Der Staatsanwalt fragte Nevzat Bahtiyar vor Gericht, warum er um 17.46 Uhr, was dem Tatzeitpunkt entspricht, Kontakt zu Salim Güran aufgenommen habe.
In seiner ersten Aussage sagte Bahtiyar noch: „Wir haben überhaupt nicht gesprochen“, behauptete dann aber später, er habe wegen des Wasserausfalls angerufen.
Nachdem jedoch der Anwalt Nahit Eren darauf hinwies, dass in den Unterlagen der Gemeinde zu diesem Zeitpunkt kein Ausfall verzeichnet sei, antwortete Bahtiyar mit: „Ich weiß es nicht“.
Der Bericht der DİSKİ bestätigte, dass es zu diesem Zeitpunkt in der Region keinen Ausfall gegeben habe.
Im Bericht wurde festgehalten, dass bei der DİSKİ keinerlei Beschwerden oder Aufzeichnungen über einen Ausfall eingegangen seien.
Während sich die Begründung des Wasserausfalls angesichts der Beweislage als haltlos erwies, wurde mitgeteilt, dass die Ermittlungen fortgesetzt werden, um weitere Details zum Tattag aufzudecken.
Nachrichtenquelle : 12punto
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