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Gefahr durch türkische Banden in London: 'Die Bedrohung Nummer eins'

Türkische organisierte Kriminalitätsgruppen, die in den nördlichen und östlichen Stadtteilen Londons aktiv sind, halten die Anwohner seit Jahren durch Drohungen und Gewalt unter Druck, wobei auch unschuldige Zivilisten unter diesen Konflikten leiden.

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Gefahr durch türkische Banden in London: 'Die Bedrohung Nummer eins'

Die türkischstämmigen organisierten Kriminalitätsnetzwerke in der britischen Hauptstadt London haben insbesondere in Stadtteilen wie Tottenham, Wood Green und Dalston an Macht gewonnen. Einige dieser Strukturen, auf die Experten hinweisen, sind unter den Namen „Bombacılar“ und „Tottenham Boys“ (Hackney Turks) bekannt.

Es wird behauptet, dass diese Gruppen, die angeblich hohe Einnahmen aus dem Heroinhandel erzielen, von Mitgliedern geschützt werden, die mit illegal aus der Türkei eingeschmuggelten Waffen ausgerüstet sind. Aufgrund der Machtkämpfe zwischen den Banden wird berichtet, dass selbst die in Nordlondon operierenden albanischen Organisationen direkte Konfrontationen meist vermeiden.

Es wird darauf hingewiesen, dass die seit Jahren andauernde Rivalität zwischen diesen Banden gelegentlich in gewaltsame Vorfälle umschlägt. Drogenvertriebswege und Machtkämpfe führen häufig zu bewaffneten Auseinandersetzungen, die manchmal Zivilisten und sogar Kinder in der Region treffen. In einem erschütternden Fall wurden im Mai 2024 bei einem bewaffneten Angriff auf ein Restaurant in Dalston drei Personen verletzt, während ein 9-jähriges Mädchen, das gerade ein Eis aß, schwer verletzt wurde.

NICHT VERSTECKT, SONDERN ÜBERALL IN DER GESELLSCHAFT

Ein Lehrer, der in Wood Green aufgewachsen ist, erklärte, dass diese kriminellen Organisationen vor den Augen der Öffentlichkeit agieren und keinerlei Zurückhaltung zeigen; sie bewegten sich „ohne sich zu verstecken, mitten in der Gesellschaft“.

Es wird behauptet, dass einigen Cafés und Friseursalons im Viertel unter dem Deckmantel von Krediten Geld geliehen wird und bei Zahlungsverzug versucht wird, die Schulden durch Druck und Drohungen einzutreiben. Auf diese Weise soll ein „Netz aus Angst und Schulden“ im gesamten Viertel geschaffen worden sein.

In der Vergangenheit kam es bereits zu ähnlichen Vorfällen. Im Jahr 2013 verlor der Geschäftsmann Ahmet Paytak bei einem bewaffneten Angriff auf einen Lebensmittelladen in der Holloway Road sein Leben. Ein Angriff vor einer Bäckerei in der Lordship Lane im Jahr 2015 sowie die Folterung und Ermordung des türkischen DJs Mehmet Koray Alpergin im Jahr 2023 gelten als markante Beispiele dieser Verbrechenswelle. Bei einigen Angriffen wurden zudem Spuren internationaler krimineller Verbindungen entdeckt.

DIE BEDROHUNG NUMMER EINS

Beamte der Londoner Polizei (Metropolitan Police) bewerten die türkischstämmigen organisierten Kriminalitätsstrukturen als „Bedrohung Nummer eins“ im Hinblick auf den illegalen Waffenhandel. Es wurde bekannt gegeben, dass im letzten Jahr stadtweit mehr als 130 Waffen und rund 2.500 Schuss Munition beschlagnahmt wurden.

Polizeiquellen geben an, dass durch Operationen, die in Zusammenarbeit mit der europäischen Polizeibehörde (Europol) und der National Crime Agency durchgeführt wurden, die niedrigste Mordrate der letzten zehn Jahre erreicht wurde.

Dennoch sind die in der Region lebenden Bürger der Ansicht, dass Schweigen und Angst vorherrschen. Ein Geschäftsmann in Green Lanes sagte: „Selbst mit der Polizei zu sprechen, ist ein Risiko für unsere Familien. Wir leben in Angst“, während ein Café-Mitarbeiter in der Lordship Lane äußerte: „Sie haben das Geld und die Macht. Wir sind nur die Bauern.“


Nachrichtenquelle: 12punto

London