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Generalstaatsanwaltschaft wird aktiv: Neue Entwicklung im Fall des Justiz-Diebstahls

Die Generalstaatsanwaltschaft Büyükçekmece hat beim Justizministerium die Ausstellung einer Red Notice (internationaler Haftbefehl) gegen einen Verdächtigen beantragt, der Schmuckstücke aus der Asservatenkammer des Gerichts Büyükçekmece gestohlen hatte. Bei den entwendeten Gegenständen handelte es sich um Beweismittel aus einer Operation gegen ein Netzwerk für gefälschte Staatsbürgerschaften in 19 Provinzen mit Zentrum in Istanbul. Der Verdächtige ist nach Großbritannien geflohen.

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Generalstaatsanwaltschaft wird aktiv: Neue Entwicklung im Fall des Justiz-Diebstahls

Der Vorfall ereignete sich am 1. Dezember 2025 im Gerichtsgebäude von Büyükçekmece. Nach vorliegenden Informationen wurde dem zuständigen Staatsanwalt gemeldet, dass der für die Asservatenkammer der Generalstaatsanwaltschaft Büyükçekmece zuständige Beamte Erdal T. seit längerer Zeit nicht mehr zur Arbeit erschienen war. Daraufhin ließ der Generalstaatsanwalt in Anwesenheit von Beamten das Büro der Asservatenkammer sowie die darin befindlichen Tresore öffnen. Bei der Durchsuchung wurde festgestellt, dass etwa 50 Kilogramm Silber und etwa 25 Kilogramm Gold fehlten.

NACHRICHT AN FREUNDE: "ICH HABE DIE WARE VERKAUFT, VIEL GLÜCK BEI EUREN GESCHÄFTEN"

Auf Anweisung der Generalstaatsanwaltschaft wurde gegen den Asservatenbeamten Erdal T. und den weiteren Verdächtigen Kemal D. ein Haftbefehl erlassen. Ermittlungen ergaben, dass der Beamte Erdal T. bereits am 19. November 2025 gegen 08.22 Uhr zusammen mit seiner Familie nach Großbritannien geflohen war. Der andere Verdächtige, Kemal D., wurde an seinem Aufenthaltsort festgenommen. Zudem wurde bekannt, dass der Verdächtige Erdal T. seinen Freunden über die Anwendung WhatsApp geschrieben hatte: "Ich habe die Ware verkauft, viel Glück bei euren Geschäften."

SEIT 2021 IM GERICHT TÄTIG

Die Ermittlungen zu diesem spektakulären Fall werden von der Generalstaatsanwaltschaft Büyükçekmece akribisch geführt. Informationen zufolge war der Verdächtige Erdal T. als Hilfskraft angestellt und verfügte nicht über den Schlüssel zum Asservatentresor, sondern lediglich über den Schlüssel zum Raum. Es stellte sich zudem heraus, dass der festgenommene Kemal D. seit 2021 als Beamter bei Gericht arbeitete und sowohl den Schlüssel zum Tresor als auch zum Raum besaß, während Erdal T. erst 2022 seine Tätigkeit aufgenommen hatte.

VOR ZWEI MONATEN FAND EINE PRÜFUNG IM BÜRO STATT

Wie bekannt wurde, handelt es sich bei der Tür der Asservatenkammer um eine Stahltür mit einem Doppelschlüsselsystem. Diese Tresore werden alle zwei Monate überprüft; die letzte Kontrolle fand vor zwei Monaten statt, wobei keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden. Der Vorfall wurde erst bemerkt, als der zuständige Staatsanwalt während einer routinemäßigen Überprüfung im Büro auf die Unstimmigkeiten stieß.

ES HANDELTE SICH UM SCHMUCK AUS EINER OPERATION ZU GEFÄLSCHTEN STAATSBÜRGERSCHAFTEN

Des Weiteren wurde bekannt, dass es sich bei dem von Erdal T. gestohlenen Gold um Schmuckstücke handelte, die im Rahmen einer Operation gegen 113 Verdächtige sichergestellt worden waren, die im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen gefälschter Staatsbürgerschaften in 19 Provinzen mit Zentrum in Istanbul festgenommen wurden.

ANTRAG AUF RED NOTICE GEGEN DEN VERDÄCHTIGEN

Während die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Büyükçekmece andauern, werden die möglichen Kontakte des Verdächtigen bei der Tatausführung einzeln untersucht. Im Zuge der Vertiefung der Ermittlungen wurde bekannt, dass beim Justizministerium die Ausstellung einer Red Notice gegen den nach Großbritannien geflohenen Erdal T. sowie dessen Ehefrau Esma T. beantragt wurde.

Zudem wird erwartet, dass der weitere festgenommene Verdächtige Kemal D. in den kommenden Stunden dem Gericht vorgeführt wird.


Nachrichtenquelle: İHA