Gesundheitsministerium erteilt Anweisung: Mini-Krankenhaus-Regelung für Wohnanlagen in Planung
Das Gesundheitsministerium plant, die Maßnahmen gegen Epidemien zu verstärken und die Einrichtung von Mini-Krankenhäusern oder Gesundheitsräumen in Wohnanlagen mit mehr als 150 Wohneinheiten zur Pflicht zu machen.
Das Gesundheitsministerium hat eine wichtige Entscheidung getroffen, um auf mögliche Epidemien, insbesondere die Affenpocken, zu reagieren und die Belastung der bestehenden Krankenhäuser zu verringern. Künftig wird für Wohnanlagen mit mehr als 150 Wohneinheiten eine Verpflichtung zur Einrichtung eines Mini-Krankenhauses oder eines Gesundheitsraums eingeführt.
In diesem Rahmen werden in den Wohnanlagen voll ausgestattete Gesundheitsräume eingerichtet, die rund um die Uhr in Betrieb sein werden. In diesen Räumen werden Krankenschwestern und Krankenpfleger tätig sein, um bei unvorhersehbaren Situationen eine schnelle Intervention zu ermöglichen. Mit der Umsetzung des Projekts sollen zahlreiche Vorteile erzielt werden, darunter die Eindämmung der Ausbreitung von Epidemien, Erleichterungen für ältere Menschen sowie eine Verringerung des Verkehrsaufkommens.
Vergangene Woche besuchten Vertreter des türkischen Verbands für städtisches Facility Management (Türkiye Kentsel Tesis Yönetim Derneği) Gesundheitsminister Kemal Memişoğlu. Bei dem Treffen wurde eine Einigung über das Projekt erzielt, das die Einrichtung von Gesundheitsräumen in Wohnsiedlungen vorsieht. Minister Memişoğlu billigte das Projekt und erteilte die notwendigen Anweisungen für eine landesweite Umsetzung in der gesamten Türkei. Im Rahmen des Projekts wird einer der Gemeinschaftsbereiche der Wohnanlagen dem Gesundheitsministerium zugewiesen, das daraufhin die erforderlichen Arbeiten in diesen Bereichen einleiten wird.
VORSORGLICHE BEREITSCHAFT AUF MÖGLICHE EPIDEMIEN
Wie Metin Can von der Zeitung Sabah berichtet, können auf diese Weise Situationen, die keinen Krankenhausaufenthalt erfordern – wie Blutdruckmessungen, regelmäßige Injektionen, die Versorgung von Verletzungen oder die Minimierung der Auswirkungen von Infektionskrankheiten –, direkt in den Gesundheitsräumen innerhalb der Wohnanlage gelöst werden. Zudem zielt diese Anwendung darauf ab, den Stadtverkehr und die Überlastung in den Krankenhäusern zu reduzieren. Das Projekt soll auch eine frühzeitige Vorbereitung auf weltweit erwartete oder mögliche Szenarien wie eine Affenpocken-Epidemie gewährleisten.
BEITRAG ZUR BESCHÄFTIGUNG
Suat Sandalcı, der Vorsitzende des türkischen Verbands für städtisches Facility Management, betonte, dass dieses Projekt auch einen Beitrag zur Beschäftigung im Gesundheitssektor leisten werde. Durch das Projekt werden viele Krankenschwestern, Krankenpfleger und medizinisches Personal in Wohnsiedlungen beschäftigt werden. Der Verband wird in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium und seinen Vertretungen in allen 81 Provinzen agieren. Sandalcı wies darauf hin, dass die Bedeutung professioneller Verwaltungsgesellschaften während der Covid-19-Pandemie zugenommen habe, und erklärte, dass dieses Projekt nicht nur für die Türkei, sondern auch als Vorbild für andere Länder weltweit dienen könne.
Nachrichtenquelle: 12punto
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