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Harter Polizeieinsatz bei 1.-Mai-Demonstrationen in Istanbul! Polizeiblockade weitet sich aus

Die Feierlichkeiten zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit, in Istanbul wurden von strengen Sicherheitsvorkehrungen und Polizeieinsätzen überschattet. Bei harten Eingriffen gegen Gruppen, die zum Taksim-Platz marschieren wollten, wurden 576 Personen festgenommen.

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Harter Polizeieinsatz bei 1.-Mai-Demonstrationen in Istanbul! Polizeiblockade weitet sich aus

Cenk BAŞBOĞAOĞLU

Der 1. Mai, der Tag der Arbeit, wird in Istanbul auch in diesem Jahr von intensiven Sicherheitsvorkehrungen und Polizeieinsätzen begleitet. Während an vielen Punkten der Stadt Sicherheitskontrollpunkte eingerichtet wurden, wurde der Zugang zum Taksim-Platz untersagt. Gruppen und Parteianhänger, die sich gegen dieses Verbot stellten, trafen an verschiedenen Orten auf die Polizei, um zum Taksim zu marschieren.

ANZAHL DER FESTNAHMEN AUF 120 GESTIEGEN

Nach Informationen der Istanbuler Niederlassung der Vereinigung Zeitgenössischer Juristen (ÇHD) wurden seit den Morgenstunden zahlreiche Personen in der Stadt festgenommen. Bis 11:20 Uhr stieg diese Zahl auf 120 an. Unter den Festgenommenen befinden sich Bürger, die von verschiedenen Punkten Istanbuls zum Taksim marschieren wollten, sowie Mitglieder verschiedener Parteien.

FESTNAHMEN UND PFEFFERSPRAY-EINSATZ IN BEŞİKTAŞ UND MECİDİYEKÖY

Anhänger der HKP, die von Beşiktaş und Mecidiyeköy zum Taksim marschieren wollten, sahen sich mit Polizeigewalt konfrontiert. Während des Einsatzes setzte die Polizei Pfefferspray gegen die Gruppe ein. Auf dem Mecidiyeköy-Platz ging die Polizei sowohl gegen zahlreiche Personen als auch gegen Pressevertreter vor. Die Journalistin Evrim Kepenek berichtete um 10:26 Uhr von einer Vielzahl an Festnahmen.

PFEFFERSPRAY-EINSATZ GEGEN TİP-VORSITZENDEN ERKAN BAŞ

Es erregte Aufsehen, dass die Polizei in Mecidiyeköy Pfefferspray gegen den TİP-Vorsitzenden Erkan Baş einsetzte. Baş erklärte nach dem Vorfall: „Was gewinnt ihr damit, wenn ihr Polizisten, die selbst unter schwierigen Bedingungen leben, gegen die Werktätigen aufhetzt? Die Regierung spricht ohnehin 365 Tage im Jahr, lasst doch die Arbeiter wenigstens an einem Tag im Jahr über ihre Schwierigkeiten sprechen.“

ÜBERALL TAKSIM, ÜBERALL WIDERSTAND

Die in Mecidiyeköy versammelte Menge skandierte gegen die Polizeibarrikaden Parolen wie „Überall Taksim, überall Widerstand“. Auf dem Platz kam es zu lang anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen denjenigen, die zum Taksim wollten, und der Polizei. Die 1.-Mai-Taksim-Initiative wurde in Mecidiyeköy von der Polizei eingekesselt.

FESTNAHMEN AUCH AUF DER BRÜCKE DER MÄRTYRER DES 15. JULI

Auf der Brücke der Märtyrer des 15. Juli nahm die Polizei 40 Personen fest, die in der Mitte der Brücke eine Aktion durchführen wollten. Es wurde berichtet, dass die Gruppe auf der Brücke demonstrieren wollte, um sich Gehör zu verschaffen.

EINSATZ MIT WASSERWERFERN UND PFEFFERSPRAY

Gegen die Gruppe, die sich ab 11:00 Uhr auf dem Mecidiyeköy-Platz versammelt hatte, wurde mit Wasserwerfern (TOMA) und Pfefferspray vorgegangen. Die Polizei ergriff mit diesem Einsatz harte Maßnahmen, um die Anwesenden auf dem Platz zu zerstreuen.

Die Arbeiterpartei der Türkei (TİP) und die mit ihr agierenden Organisationen beschlossen, Mecidiyeköy gemeinsam zu verlassen.

ANZAHL DER FESTNAHMEN 576

Laut Rechtsanwalt Aydın Başalmaz von der Initiative der Stimme der Anwälte (ASİ), der gegenüber 12punto sprach, erreichte die Zahl der Festnahmen in Istanbul 576 Personen.

Während es hieß, dass die Aussagen bei den Polizeipräsidien Vatan und Gayrettepe aufgenommen würden, mussten die Anwälte lange Zeit vor dem Polizeipräsidium warten.

RA Başalmaz berichtete, dass die Anwälte nacheinander eingelassen wurden.

Başalmaz erklärte: „Obwohl das Anwaltswartezimmer leer ist, dürfen wir nicht hinein“, und fügte hinzu, dass keine Informationen über den allgemeinen Zustand der Mandanten gegeben wurden.

Hier sind diese Anwälte

•RA Kerim Bütün

•RA Doğan Zafer Çıngı

•RA Kıvılcım Çolak

•RA Tanya Taş

•RA Tacettin Çolak

•RA Ayça Okur

•RA Halil Ağırgöl


Nachrichtenquelle: 12punto