Hintergrund der Korruptionsakte, die zur Verhaftung von İmamoğlu führte
In der Korruptionsakte, die als Begründung für die Verhaftung des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, angeführt wurde, wird behauptet, dass es um sechs Ausschreibungen für die Vermietung von Werbeflächen gehe und daraus unrechtmäßige Vorteile gezogen worden seien.
Der Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, der am 19. März bei einer Razzia im Morgengrauen festgenommen und am 23. März wegen Korruptionsvorwürfen inhaftiert wurde, erklärte, dass die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen völlig haltlos und erfunden seien.
İmamoğlu betonte, dass die fraglichen Vorwürfe lediglich auf der Aussage eines anonymen Zeugen beruhten und keine konkreten Beweise vorgelegt worden seien.
Laut einem Bericht in der Zeitung Sözcü sind die sechs Ausschreibungen, die in der Akte als Begründung angeführt werden, wie folgt:
1- Im Jahr 2011 (während der AKP-Ära) wurde die Ausschreibung für 4.600 Werbetafeln, die für 10 Jahre von der Kültür A.Ş. gemietet wurden, erneuert. Das Unternehmen, das den Zuschlag erhielt, vergrößerte die Maße der Werbetafeln und erzielte so unrechtmäßige Gewinne.
2- Ein Unternehmen, das 2011 (während der AKP-Ära) 3.000 Werbetafeln mietete, erhielt den Zuschlag 10 Jahre später erneut. Es kombinierte die Werbetafeln zu sogenannten Giantboards. Dadurch wurden Mehreinnahmen erzielt, an denen die Stadtverwaltung nicht beteiligt wurde.
3- Ein Unternehmen, das Werbeflächen an 100 Überführungen mietete, hätte aufgrund von Rabatten 72 Tafeln anbringen müssen, brachte jedoch 150 an. Die Stadtverwaltung schritt nicht ein und verursachte dadurch einen öffentlichen Schaden.
Demselben Unternehmen wurden zudem 95 weitere Überführungen vermietet, an denen mehrere Tafeln angebracht werden konnten.
4- Es wurden Plätze für 172 Tafeln geschaffen. Dadurch entstand ein öffentlicher Schaden und es wurden unrechtmäßige Vorteile erlangt.
5- Ein Unternehmen, das Werbetafeln auf İSPARK-Parkplätzen mietete, brachte anstelle der Werbetafeln sechs Werbe-Drehplakate (City-Light-Poster) an. Es erzielte hohe Gewinne, ohne zusätzliche Zahlungen an die Stadtverwaltung zu leisten.
6- Ein Unternehmen, das 2.000 Drehplakate und 400 Megalight-Werbetafeln (die für Autofahrer am Straßenrand sichtbar sind) mietete, nutzte diese rechtswidrig. Die Stadtverwaltung sah darüber hinweg.
Nachrichtenquelle: 12punto
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