Hitzekrise verschärft sich: Kampagne fordert Aussetzung der Mieten
In Frankreich wurde eine Unterschriftenaktion gestartet, die die Aussetzung der Mieten für Wohnungen fordert, die nicht über die notwendige Ausstattung zur Bewältigung extremer Hitze verfügen. Während die über Change.org laufende Kampagne bereits von mehr als 5.000 Menschen unterstützt wird, wurde berichtet, dass es im Land aufgrund der Hitzewelle zu einer Überlastung der Krankenhäuser und zu Todesfällen gekommen ist.
Aufgrund der extremen Hitzewelle, die Frankreich seit zwei Wochen fest im Griff hat, wurde eine neue soziale Initiative ins Leben gerufen. Im Rahmen einer von der „Mietstreik-Gemeinschaft“ (Kira Grevi Topluluğu) vorbereiteten Kampagne wird gefordert, die Mieten für Wohnungen auszusetzen, die nicht über die notwendige Infrastruktur gegen Hitze verfügen.
UNTERSCHRIFTENAKTION ÜBER CHANGE.ORG GESTARTET
In der auf der Plattform change.org gestarteten Unterschriftenaktion erklärte die Gemeinschaft, dass es im Land trotz des noch jungen Sommers bereits zwei extreme Hitzewellen gegeben habe.
In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die Todesfälle auf der Straße, am Arbeitsplatz und zu Hause aufgrund der Hitze zunehmen, und es wurde auf die Warnungen der Pariser Polizeipräfektur zur Auslastung der Krankenhäuser in der Region Île-de-France verwiesen.
ÜBERLASTUNG DER KRANKENHÄUSER UND TODESFÄLLE
Es wurde berichtet, dass die Krankenhäuser aufgrund der seit dem 18. Juni in Frankreich herrschenden Hitzewelle überlastet sind. Es wurde die Information geteilt, dass in Paris am 26. Juni allein an einem Tag 109 Menschen aufgrund der Hitze ihr Leben verloren haben.
In der Erklärung wurde vor einer Situation gewarnt, in der sich die Ereignisse des Sommers 2003 wiederholen könnten, als 15.000 Menschen aufgrund der Hitze starben, sofern keine Anpassung an den Klimawandel erfolge.
Unter Berufung auf Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde erklärt, dass eine Innentemperatur von über 24 Grad das Sterberisiko erhöhe.
Im Text wurde darauf hingewiesen, dass etwa die Hälfte der Häuser in Frankreich eine Struktur aufweise, die die Hitze im Inneren speichere. Es wurde mitgeteilt, dass 66 Prozent der Franzosen aufgrund der Temperaturen in ihren Wohnungen Schwierigkeiten hätten.
Zur Bekämpfung der Hitze wurden Lösungen wie Rollladensysteme, Holzfensterläden, nächtliche Belüftung und Luftzirkulation genannt.
FORDERUNG NACH AUSSETZUNG DER MIETEN
In der Erklärung wurde gefordert, die Mieten für Wohnungen auszusetzen, die nicht über die grundlegende Ausstattung gegen Hitze verfügen und dadurch unbewohnbar geworden sind.
Während betont wurde, dass diese Maßnahmen „lebenswichtig“ seien, wurde darauf hingewiesen, dass die Kampagne auch vom Verein für das Recht auf Wohnen (Barınma Hakkı Derneği) unterstützt wird.
MEHR ALS 5.000 UNTERSCHRIFTEN GESAMMELT
Es wurde bekannt gegeben, dass die gestartete Unterschriftenaktion bisher von mehr als 5.000 Personen unterstützt wurde.
Zudem wurde die Information geteilt, dass in einigen Häusern, Krankenhäusern und Schulen die Fenster in klimatisierten Umgebungen mit Thermodecken abgedeckt wurden, die normalerweise in Notfällen verwendet werden, um gegen die Hitze anzukämpfen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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