Acht weitere Personen bei IBB-Operation inhaftiert
Im Rahmen der Ermittlungen rund um die Stadtverwaltung von Istanbul (IBB) wurden acht weitere Personen inhaftiert.
Im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlungen wurden die gerichtlichen Anhörungen von 17 Verdächtigen abgeschlossen, die wegen "Bestechung", "Annahme von Bestechungsgeldern" und "Manipulation bei Ausschreibungen" festgenommen worden waren.
Das zuständige Friedensgericht ordnete die Inhaftierung der Verdächtigen Ali Cüneyt Özdemir, Can Karataş, Cengiz Tosun, Deniz Erzincan, Erdinç Karataş, Mehmet Karataş, Murat Timuçin Altıer und Taylan Çokyiğit an. Gegen neun weitere Verdächtige verhängte das Gericht Maßnahmen zur gerichtlichen Kontrolle.
Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft hatte nach der Auswertung neuer Beweise im Zuge der Ermittlungen gegen mehrere Verdächtige, darunter auch der nach seiner Inhaftierung vom Amt des IBB-Bürgermeisters suspendierte Ekrem İmamoğlu, 18 weitere Verdächtige identifiziert. Ihnen werden unter anderem "Leitung einer kriminellen Vereinigung", "Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung", "Erpressung", "Bestechung", "qualifizierter Betrug", "rechtswidrige Erlangung personenbezogener Daten" sowie "Manipulation bei Ausschreibungen" vorgeworfen.
Nachdem gegen die Verdächtigen Haftbefehle wegen "Bestechung", "Annahme von Bestechungsgeldern" und "Manipulation bei Ausschreibungen" erlassen worden waren, führten Teams der Istanbuler Abteilung für Finanzkriminalität eine Operation durch, bei der 17 Verdächtige festgenommen wurden.
ÜBERWEISUNGSSCHREIBEN ZU DEN 8 PERSONEN EINGESEHEN
Das Überweisungsschreiben der Staatsanwaltschaft an das Friedensgericht bezüglich der Verdächtigen Ali Cüneyt Özdemir, Can Karataş, Cengiz Tosun, Deniz Erzincan, Erdinç Karataş, Mehmet Karataş, Murat Timuçin Altıer und Taylan Çokyiğit, deren Inhaftierung gefordert wurde, liegt vor.
In dem Schreiben wird dargelegt, dass der Verdächtige Murat Timuçin Altıer als Vertreter einer Beratungsfirma fungierte. Wie aus den detaillierten und glaubwürdigen Aussagen von Barbaros R. hervorgehe, habe er Deniz Erzincan, dem Berater des Generaldirektors der IBB-Tochtergesellschaft Boğaziçi Tesis Yönetim Hizmetleri AŞ, Bestechungsgelder gezahlt, um sich an Verträgen und Projekten zu beteiligen, die von dieser Tochtergesellschaft vergeben oder vermittelt wurden, und um diese auf unrechtmäßige Weise zu erhalten.
Es wird festgehalten, dass der Verdächtige Altıer in Absprache und gemeinsamem Handeln mit Deniz Erzincan einen Teil der Bestechungsgelder für sich behielt und den anderen Teil an Erzincan weiterleitete; diese Sachverhalte seien durch die Aussage von Barbaros R. belegt.
Das Schreiben führt aus, dass aufgrund zahlreicher gemeinsamer Funkzellendaten (Base-Station-Logs) zwischen dem Verdächtigen und Deniz Erzincan ein dringender Tatverdacht hinsichtlich des Vorwurfs der "Bestechung" bestehe.
WEGE FÜR UNRECHTMÄSSIGKEITEN GEÖFFNET
In dem Schreiben wird erläutert, dass Deniz Erzincan während seiner Amtszeit mit dem Einkaufspersonal des Unternehmens, Ali Cüneyt Özdemir, zusammenarbeitete. Wenn bei den von der Firma betreuten Standorten Bedarf an Personal bestand, hätten sie gezielt Firmen gefunden, die diese Aufträge übernehmen sollten.
Es wird dargelegt, dass Erzincan und Özdemir es ermöglichten, dass diese Aufträge unrechtmäßig an die Firmen von Murat Timuçin Altıer und Barbaros R. vergeben wurden, und dass sie dafür Bestechungsgelder erhielten.
In dem Überweisungsschreiben wird berichtet, dass bei der Prüfung der Kontobewegungen von Barbaros R. regelmäßige Zahlungen an Altıer festgestellt wurden, die mit dem Vermerk "K" für "Provision" (zur Weiterleitung an Erzincan) und "S" für "deine Provision" (als Anteil von Altıer) gekennzeichnet waren.
Es wird betont, dass Erzincan und Özdemir im Rahmen der kriminellen Vereinigung handelten, deren Anführer der inhaftierte und vom Amt des IBB-Bürgermeisters suspendierte Ekrem İmamoğlu sei, wodurch ein dringender Tatverdacht der "Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung" bestehe.
In dem Schreiben wird zudem darauf hingewiesen, dass der Verdächtige Taylan Çokyiğit eine aktive Rolle bei der Übergabe der Bestechungsgelder spielte und, wie aus Kontobewegungen und WhatsApp-Nachrichten hervorgehe, die Auszahlung der Bestechungsgelder sicherstellte.
VORWURF DER MANIPULATION BEI DER METRO-AUSSCHREIBUNG
Das Schreiben führt aus, dass die Verdächtigen Can Karataş, Mehmet Karataş und Erdinç Karataş als bevollmächtigte Vertreter einer Bauunternehmung sowie der Verdächtige Cengiz Tosun als Vertreter einer Straßenbaufirma agierten.
Es wird festgehalten, dass bei der von der IBB durchgeführten Ausschreibung für den Bau der "Kirazlı-Halkalı-Universitäts-Metro" ein Konsortium, bestehend aus der Firma Yapı Merkezi sowie den genannten Bau- und Straßenbaufirmen, den Zuschlag erhielt.
In dem Schreiben wird betont, dass die Angebote der Firmen, die sich unter einem gemeinsamen Dach an der Ausschreibung beteiligten, von der Ausschreibungskommission hätten abgelehnt werden müssen, da die Firma Yapı Merkezi zum Zeitpunkt der Ausschreibung fällige Sozialversicherungsbeiträge (SGK) nicht beglichen hatte; dennoch sei ihnen die Teilnahme ermöglicht worden.
Obwohl die Firmenvertreter behaupteten, ihre Schulden seien beim Sozialversicherungszentrum Kadıköy restrukturiert worden, wird in dem Schreiben dargelegt, dass die Schulden im Zeitraum von der Ausschreibung bis zur Stornierung nicht restrukturiert worden seien und die Firmengruppe unrechtmäßig an der Ausschreibung teilgenommen habe.
Das Schreiben stellt fest, dass aufgrund der Beweislage erwiesen sei, dass die Firmenvertreter, die die vorläufige Kaution hinterlegten, eine Bestechungsvereinbarung mit Fatih Keleş, dem Vorsitzenden des IBB-Sportvereins und einem der Verdächtigen in diesem Fall, getroffen hätten. Dass die Aussagen verschiedener Personen in dieselbe Richtung gingen, könne im normalen Lauf der Dinge nicht als Zufall erklärt werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Verdächtigen gemeinsame Funkzellendaten mit anderen Beschuldigten des Verfahrens aufweisen, namentlich Fatih Keleş, dem Vorsitzenden der IBB-Kommission für Tochtergesellschaften und verbundene Einrichtungen, Ertan Yıldız, sowie dem Geschäftsmann Adem Soytekin. Dies begründe einen dringenden Tatverdacht für die Vorwürfe der "Manipulation bei Ausschreibungen" und "Bestechung".
In dem Schreiben wurde die Inhaftierung der Verdächtigen wegen Vorwürfen wie "Manipulation bei Ausschreibungen öffentlicher Institutionen", "Bestechung", "Annahme von Bestechungsgeldern" und "Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung" gefordert.
Die gerichtlichen Verfahren gegen die Verdächtigen stehen kurz vor dem Beginn.
WAS WAR GESCHEHEN?
Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft hatte im Zuge der Ermittlungen gegen mehrere Verdächtige, darunter der nach seiner Inhaftierung vom Amt des IBB-Bürgermeisters suspendierte Ekrem İmamoğlu, 18 weitere Verdächtige identifiziert. Ihnen wurden unter anderem "Leitung einer kriminellen Vereinigung", "Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung", "Erpressung", "Bestechung", "qualifizierter Betrug", "rechtswidrige Erlangung personenbezogener Daten" sowie "Manipulation bei Ausschreibungen" vorgeworfen.
Nachdem gegen die Verdächtigen Haftbefehle wegen "Bestechung", "Annahme von Bestechungsgeldern" und "Manipulation bei Ausschreibungen" erlassen worden waren, führten Teams der Istanbuler Abteilung für Finanzkriminalität eine Operation durch, bei der 17 Verdächtige festgenommen wurden.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Verdächtigen der Justiz überstellt, wobei für acht von ihnen die Inhaftierung und für neun weitere Maßnahmen zur gerichtlichen Kontrolle gefordert wurden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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