Reaktion von IBB-Vize Aslan auf Razzia: Sie können eine Institution, die Millionen dient, nicht auf diese Weise zermürben
Der stellvertretende Bürgermeister von Istanbul (IBB), Nuri Aslan, reagierte auf die in Istanbul und fünf weiteren Provinzen durchgeführte Operation, bei der 57 Personen festgenommen wurden. Er betonte, dass solche Razzien im Morgengrauen dem Ruf der Institution und dem Gerechtigkeitsempfinden der Gesellschaft schaden.
Im Rahmen einer von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Untersuchung wurden heute Morgen zeitgleich Razzien bei der IBB-Tochtergesellschaft Boğaziçi Tesis Yönetim AŞ durchgeführt. Bei den Durchsuchungen, die sich auf die Provinzen Istanbul, Adana, Bursa, Diyarbakır, Konya und Yalova erstreckten, wurden 57 von 58 Verdächtigen festgenommen. Während als Grund für die Operation behauptet wird, dass bei einigen Ausschreibungen gegen Vorschriften verstoßen wurde, kam von Seiten der IBB eine scharfe Stellungnahme.
REAKTION AUF ART UND ZEITPUNKT DER OPERATION
Der stellvertretende IBB-Bürgermeister Nuri Aslan erklärte über seinen Social-Media-Account, dass der Prozess der Festnahmen, der auch städtische Bürokraten umfasst, eine "Zermürbungspolitik" darstelle. Aslan betonte, dass es inakzeptabel sei, eine Institution, die Millionen von Bürgern dient, auf diese Weise ins Visier zu nehmen, und fügte hinzu: "Diese systematisch durchgeführten Razzien im Morgengrauen werfen sowohl auf das Gerechtigkeitsempfinden in der Gesellschaft als auch auf den Ruf unserer Institutionen einen Schatten."
BETONUNG VON RECHTSSTAATLICHKEIT UND UNSCHULDSVERMUTUNG
Im weiteren Verlauf seiner Erklärung wies Aslan darauf hin, dass Gerechtigkeit für alle gleichermaßen gelten müsse, und erinnerte daran, dass es sich bei den festgenommenen Personen um Menschen handele, bei denen keine Fluchtgefahr bestehe und die bei einer Vorladung jederzeit zur Aussage bereit gewesen wären. Aslan argumentierte, dass die angewandte Methode nicht mit den Rechtsgrundsätzen vereinbar sei, und schloss seine Reaktion mit folgenden Worten:
"Zweifellos ist niemand von Ermittlungen ausgenommen. Doch diese Behandlung von Menschen, deren Wohnort und Arbeitsplatz bekannt sind, deckt sich nicht mit den Grundprinzipien des Rechts. Wir erwarten, dass die Prinzipien des Rechtsstaates, allen voran die Unschuldsvermutung, für jeden angewendet werden."
Nachrichtenquelle: 12punto
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