Ihre Namen waren in VIP-Gold-Schmuggel verwickelt: MHP-Abgeordnete traten zurück, aber... Sowohl Gehalt als auch Immunität!
Drei MHP-Abgeordnete, denen vorgeworfen wird, unter Nutzung von VIP-Lounges Gold aus Dubai geschmuggelt zu haben, bewahren trotz ihres Parteiaustritts seit vier Monaten Stillschweigen. Die Abgeordneten, die nicht an der parlamentarischen Arbeit teilnehmen, beziehen trotz der schweren Vorwürfe gegen sie weiterhin ihre Gehälter und genießen weiterhin Immunität.
Der Abgeordnete für Isparta, Hasan Basri Sönmez, der Abgeordnete für Kilis, Mustafa Demir, und der Abgeordnete für Bolu, İsmail Akgül, denen eine Verwicklung in Gold-Schmuggel aus Dubai vorgeworfen wird, traten auf Wunsch ihrer Partei aus der MHP aus. Bei der Bekanntgabe ihres Rücktritts hatten die drei Abgeordneten erklärt: "Wir stehen hinter unserem Parteiführer."
VIER MONATE DES STILLSCHWEIGENS
Die betreffenden Abgeordneten wechselten nach ihrem Austritt aus der MHP in die Reihen der fraktionslosen Abgeordneten. Dennoch haben sie seit vier Monaten keine einzige öffentliche Erklärung zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen abgegeben. Sie haben weder die Vorwürfe des Gold-Schmuggels zurückgewiesen, noch die Anschuldigungen bestätigt und Verantwortung übernommen.
In diesem Zeitraum wurden jedem der drei Abgeordneten insgesamt 733 Tausend TL an Abgeordnetengehältern für vier Monate ausgezahlt. Laut den Protokollen des Parlaments haben sie jedoch weder einen Gesetzesentwurf eingebracht, noch Anfragen gestellt oder eine Rede im Plenum gehalten. Die Abgeordneten, die auch keine Aufgaben in Ausschüssen wahrnehmen, führen ihre Tätigkeit fort, ohne an der parlamentarischen Arbeit teilzunehmen.
KEINE ANKLAGESCHRIFT VORBEREITET
Obwohl das Ausmaß der Vorwürfe in der Öffentlichkeit ein großes Echo hervorgerufen hat, wurde bisher kein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren gegen die drei Abgeordneten eingeleitet. Es wurden weder die für die Aufhebung der parlamentarischen Immunität erforderlichen Anklageschriften (Fezleke) vorbereitet, noch wurde dem türkischen Parlament (TBMM) in dieser Hinsicht eine Akte übermittelt. Auf der juristischen Ebene der Vorwürfe herrscht weiterhin Stillschweigen.

VIP-GEWINNE AUF DER ROUTE DUBAI-TÜRKEI
Einer derjenigen, die auf die wirtschaftliche Dimension des Themas aufmerksam machten, war der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der İYİ-Partei, Turhan Çömez. Çömez erklärte, dass nach der von der Finanz- und Schatzkammer im August 2023 eingeführten Goldimportquote insbesondere über Dubai auf illegalem Wege Gold ins Land geschmuggelt wurde.
Çömez wies darauf hin, dass ein Kilogramm Gold in Dubai für etwa 80 Tausend Dollar verkauft werde, während dieser Wert in der Türkei bei 85 bis 88 Tausend Dollar liege, und betonte, dass die Differenz von 5 bis 8 Tausend Dollar pro Kilogramm den organisierten Schmuggelnetzwerken große Gewinne einbringe.
60 KILOGRAMM GOLD BESCHLAGNAHMT
Ein weiterer Punkt, auf den Çömez aufmerksam machte, war eine Operation, die im vergangenen September in der VIP-Lounge des Flughafens Istanbul durchgeführt wurde. Es wird berichtet, dass Sicherheitskräfte in der VIP-Lounge 60 Kilogramm unverarbeitetes Gold sichergestellt haben.
Çömez hatte folgende Warnung ausgesprochen:
"Wer sind die Personen, die befugt sind, die VIP-Lounge zu nutzen? Wer ist wie oft nach Dubai gereist? Was befand sich beim Hinflug in ihren Koffern und mit wie vielen Kilogramm Ladung kamen sie zurück? Wenn der Staat diese Kette untersucht, wird ein sehr ernster Skandal ausbrechen. Hinter dieser Sache stecken viel Geld und kritische Namen."
Nachrichtenquelle: 12punto
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