Iran verurteilt Angriffe der USA und Großbritanniens auf den Jemen
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Nasser Kanaani, hat die Luftangriffe von US-amerikanischen und britischen Kampfflugzeugen auf den Jemen verurteilt.
Wie die offizielle iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtet, gab der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Nasser Kanaani, eine schriftliche Erklärung zu den Angriffen der USA und Großbritanniens auf den Jemen ab.
Kanaani erklärte: "Wir verurteilen die militärischen Angriffe der USA und Großbritanniens auf verschiedene Städte im Jemen aufs Schärfste."
Er bewertete den Angriff als Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität des Jemen sowie des Völkerrechts und fügte hinzu:
"Dieser willkürliche Angriff wird nichts weiter bewirken, als die Unsicherheit und Instabilität in der Region weiter anzuheizen. Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, durch verantwortungsbewusste Reaktionen und Maßnahmen die Ausbreitung von Krieg, Instabilität und Unsicherheit in der Region zu verhindern."
US-amerikanische und britische Kampfflugzeuge hatten in der Nacht Luftangriffe auf verschiedene Ziele in den jemenitischen Städten Sanaa, Hodeida und Taiz durchgeführt.
DIE EREIGNISSE IM ROTEN MEER
Nachdem die Huthi-Rebellen im Jemen in jüngster Zeit als Reaktion auf die Angriffe Israels auf den Gazastreifen gegen Handelsschiffe vorgegangen waren, hatten zahlreiche Reedereien beschlossen, ihre Fahrten durch das Rote Meer einzustellen.
Das Pentagon hatte am 6. Dezember 2023 mitgeteilt, dass Gespräche über die Bildung einer internationalen "Maritime Task Force" als Reaktion auf die Angriffe der Huthi-Kräfte im Jemen auf Handelsschiffe im Roten Meer geführt würden, und am 18. Dezember die Gründung einer multinationalen Mission namens "Operation Prosperity Guardian" bekannt gegeben.
Die Angriffe der Huthis gefährden die Durchfahrt durch den Suezkanal, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet und die kürzeste Route zwischen Europa und Asien darstellt, über die etwa 12 Prozent des Welthandels abgewickelt werden. Die Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer und die darauf folgenden Entscheidungen der Unternehmen haben die Sorge vor einer neuen "Lieferkettenkrise" in der Weltwirtschaft verstärkt.
Nachrichtenquelle: AA
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