İsmail Saymaz bricht sein Schweigen: Antrag abgelehnt
Der Journalist İsmail Saymaz, der im Rahmen der Ermittlungen zu den Gezi-Protesten unter Hausarrest steht, hat nach Wochen sein Schweigen gebrochen. Saymaz gab bekannt, dass der Einspruch gegen den Hausarrest und die elektronische Fußfessel abgelehnt wurde.
Der Journalist İsmail Saymaz, der im Rahmen der Ermittlungen zu den Gezi-Park-Protesten unter Hausarrest gestellt wurde, hat sein wochenlanges Schweigen mit einer Erklärung auf seinem Social-Media-Account gebrochen.
Saymaz teilte mit: "Endlich habe ich wieder Zugriff auf meine Ersatz-SIM-Karte und meinen Account. Heute ist mein 38. Tag unter Hausarrest. Unser Einspruch gegen den Hausarrest und die elektronische Fußfessel wurde leider abgelehnt. In diesem Zeitraum wurden zwei separate Ermittlungsverfahren und eine Klage gegen mich eingeleitet," so seine Worte.
Der Beitrag von İsmail Saymaz im Wortlaut:
"Hallo wieder.
Endlich habe ich wieder Zugriff auf meine Ersatz-SIM-Karte und meinen Account.
Heute ist mein 38. Tag unter Hausarrest…
Unser Einspruch gegen den Hausarrest und die elektronische Fußfessel wurde leider abgelehnt.
In diesem Zeitraum wurden zwei Ermittlungsverfahren und eine Klage gegen mich eingeleitet.
Dazu möchte ich folgende Informationen geben:
GEZİ: Im Rahmen der Gezi-Ereignisse werde ich beschuldigt, Beihilfe zum Versuch des Umsturzes der Regierung geleistet zu haben. Es wird eine Freiheitsstrafe von 15 bis 20 Jahren gefordert. Im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens wurden Hausarrest und ein Ausreiseverbot verhängt. Zudem wurden meine beiden Reisepässe annulliert.
CHP-PARTEITAG: Aufgrund der Verleumdungen eines Denunzianten wurde ich in die Ermittlungen zum CHP-Parteitag in Ankara einbezogen. Diese Anschuldigungen wurden als wahr akzeptiert und meine Konten wurden überprüft, ohne dass meine Aussage aufgenommen wurde. Informationen, die nichts mit dem Vorwurf der Unregelmäßigkeiten beim Parteitag zu tun haben, werden für einen Rufmord instrumentalisiert. Da ich unter Hausarrest stehe, warte ich darauf, dass meine Aussage aufgenommen wird.
KJ-KLAGE: Aufgrund von Aussagen, die in einer Sendung auf Halk TV in der Bauchbinde (KJ) erschienen sind, wurde am Justizpalast Bakırköy Klage wegen der Verbreitung irreführender Informationen gegen mich eingereicht. An der ersten Verhandlung konnte ich aufgrund des Hausarrests nicht teilnehmen. Unterdessen laufen bei der Pressestaatsanwaltschaft am Justizpalast Bakırköy mehrere weitere Ermittlungsverfahren gegen mich.
Ich danke Ihnen für all Ihre Nachrichten der Unterstützung und Solidarität."
Nachrichtenquelle: 12punto
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