Israelische Presse: Beziehungen am Spannungspunkt
In einer Analyse, die den wachsenden Einfluss der Türkei in Syrien unter die Lupe nimmt, schreibt die Times of Israel, dass Israel kaum andere Optionen habe, als auf seinen roten Linien zu beharren.
Die israelische Presse hat eine bemerkenswerte Analyse zum Einfluss der Türkei in Syrien veröffentlicht. In einem Beitrag der Zeitung Times of Israel wurde die Überschrift „Israel wird sich an den wachsenden Fußabdruck der Türkei in Syrien gewöhnen müssen“ verwendet.
In dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass Syrien nach der Ära des gestürzten Machthabers Baschar al-Assad die Unterstützung eines starken Landes benötige, um aus dem Chaos herauszufinden, und es heißt: „Die Türkei möchte daran beteiligt sein.“
„WIR KÖNNEN NICHTS ANDERES TUN, ALS AUF ROTEN LINIEN ZU BEHARREN“
In der Analyse wird festgestellt, dass Israels Optionen gegenüber dem wachsenden Einfluss der Türkei in Syrien begrenzt seien. „Während Amerika Erdoğan unterstützt, kann Israel kaum etwas anderes tun, als auf seinen roten Linien zu beharren“, hieß es. Diese Kommentare verdeutlichen, dass der Einfluss der Regierung in Tel Aviv in der Region gegenüber der Türkei geschwächt ist.
BEZIEHUNGEN AM SPANNUNGSPUNKT
Es wurde daran erinnert, dass die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel nach den Angriffen Israels auf drei Luftwaffenstützpunkte in Syrien Anfang April an einen kritischen Punkt gelangt seien. Der Artikel zitiert auch den türkischen Außenminister Hakan Fidan. Fidan hatte erklärt: „Die Türkei hat nicht die Absicht, auf syrischem Boden gegen irgendein Land zu kämpfen.“
ANKARAS GEWICHT IN DER REGION WÄCHST
Den Einschätzungen im Artikel zufolge beginnt die israelische Seite, sich zunehmend über das Gewicht der Türkei in Syrien zu beunruhigen. Es wird jedoch festgehalten, dass Tel Aviv nur wenige Optionen habe, um diesem wachsenden Einfluss entgegenzuwirken.
„DIE TÜRKEI NIMMT ES WICHTIGER UND INVESTIERT MEHR“
Die Analyse räumt auch den Kommentaren von Gallia Lindenstrauss, leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Nationale Sicherheitsstudien (INSS), breiten Raum ein. Lindenstrauss sagte: „Letztendlich nimmt die Türkei Syrien wichtiger als Israel und investiert entsprechend. Israels Interesse an Syrien ist rein sicherheitsorientiert. Das verschafft Ankara einen Vorteil.“
TRUMPS UNTERSTÜTZUNG KAM ANKARA ZUGUTE
Lindenstrauss wies zudem darauf hin, dass die Unterstützung, die der damalige US-Präsident Donald Trump dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan gewährte, Israels Manövrierfähigkeit erheblich eingeschränkt habe.
Nachrichtenquelle: 12punto
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