Kandilli veröffentlicht Erklärung zu Erdbeben in der Ägäis und möglichem Tsunami-Risiko
Laut dem Santorini-Bericht des Kandilli-Observatoriums haben sich seit dem 28. Januar insgesamt 3.524 Erdbeben in der Region ereignet. Das Observatorium gab bekannt, dass die Stärke der Beben zwischen 1,1 und 5,3 variiert.
Das Kandilli-Observatorium und Erdbebenforschungsinstitut der Boğaziçi-Universität hat heute ein wissenschaftliches "Informationsblatt" veröffentlicht, das sich mit den seit dem 28. Januar in der Region Santorini in der Ägäis anhaltenden Erdbeben und der seismischen Aktivität befasst.
Das Kandilli-Observatorium betonte, dass die seismische Aktivität, die am 28. Januar 2025 nordöstlich der Insel Santorini auf einer Fläche von etwa 2.500 Quadratkilometern begann und weiterhin andauert, deutlich zugenommen hat. Es wurde bekannt gegeben, dass bisher insgesamt 3.524 Erdbeben aufgetreten sind, von denen das stärkste eine Magnitude von 5,3 erreichte.
Kandilli erklärte, dass die Verwerfungslinie Santorini-Amorgos das Potenzial für große Erdbeben habe, und wies darauf hin, dass 181 der in Echtzeit aufgezeichneten Beben eine Stärke von über 4 aufwiesen. Das Observatorium teilte mit, dass die meisten Erdbeben eine Herdtiefe von unter 10 km aufwiesen, was als "flach" eingestuft wird.
DAS AMORGOS-ERDBEBEN VON 1956 MIT EINER STÄRKE VON 7,7 LÖSTE EINEN TSUNAMI AUS
Das Kandilli-Observatorium erklärte, dass die Erdbeben auf die Existenz eines "großen geothermischen Systems" hindeuten, und fügte hinzu: "Das Amorgos-Erdbeben von 1956 (M7,7) ist eines der größten Erdbeben in der Region, und in den Aufzeichnungen wurde auch die Entstehung eines Tsunamis dokumentiert." Es wurde zudem darauf hingewiesen, dass in den letzten 50 Jahren insgesamt 492 Erdbeben in der Region verzeichnet wurden.
Kandilli gab an, mögliche Tsunami-Szenarien im Zusammenhang mit den Erdbeben in der Ägäis in 2415 verschiedenen Varianten bewertet zu haben, und machte folgende Angaben:
“Es wurde festgestellt, dass flache Erdbeben mit einer Magnitude von Mw ≥ 6,5 in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer an den Küsten Tsunamis mit einer Wellenhöhe von 0,5 m oder mehr verursachen können, während bei tiefen Erdbeben dieser Schwellenwert erst bei einem Beben der Stärke Mw 7 erreicht werden könnte.”
Nachrichtenquelle: 12punto
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