Kein „PKK“ in der Märtyrer-Erklärung des Verteidigungsministeriums: Ein Signal für einen neuen Öffnungsprozess?
Dass in der Erklärung zum Tod des Unteroffiziers Önder Özen, der bei der Operation „Pençe“ fiel, die Begriffe „Terror“ und „PKK“ fehlten, sorgte für Aufsehen. Rechtsanwalt Hüseyin Özbek reagierte darauf mit den Worten: „Ein beschämendes Schweigen vor einem zweiten Öffnungsprozess.“
Dass das türkische Verteidigungsministerium (MSB) in seiner Erklärung zum Tod des Unteroffiziers Önder Özen, der nach dem Tritt auf eine Mine ums Leben kam, auf die Begriffe „PKK“ und „Terrororganisation“ verzichtete, sorgte für Aufmerksamkeit. Rechtsanwalt Hüseyin Özbek betonte dieses Detail in seinem Artikel auf 12punto.com.tr.
Die traurige Nachricht vom Tod des Pionier-Unteroffiziers Önder Özen, der während einer Such- und Räumungsaktion im Operationsgebiet Pençe (Hakurk) im Norden des Irak auf eine Mine bzw. einen improvisierten Sprengsatz (IED) trat, verletzt wurde und später im Krankenhaus verstarb, wurde durch eine offizielle Erklärung des Verteidigungsministeriums bekannt gegeben.
In der Erklärung hieß es: „Wir wünschen unserem verehrten Märtyrer, der bei diesem uns in tiefen Schmerz und Trauer versetzenden Vorfall ums Leben kam, Gottes Gnade; seiner trauernden Familie, den Türkischen Streitkräften und unserer edlen Nation sprechen wir unser Beileid und unsere Geduld aus.“
Dass das Verteidigungsministerium in seinem Text jedoch weder die „PKK“ noch die Bezeichnung „separatistische Terrororganisation“ verwendete, löste Diskussionen über einen neuen Öffnungsprozess aus.
Rechtsanwalt Hüseyin Özbek kritisierte diesen Umstand in seiner Kolumne auf 12punto.com.tr und erklärte: „Während von Regierung und Opposition gleichermaßen Lobeshymnen auf Sırrı Süreyya gesungen werden, wird die Tatsache, dass das Verteidigungsministerium vor einer zweiten Öffnungsperiode in seinen Märtyrer-Erklärungen die Bezeichnung ‚separatistische Terrororganisation‘ einfach verdampfen lässt und den Mord am Märtyrer wie einen ungeklärten Fall behandelt, zweifellos als ein beschämendes Bild der heutigen Türkei im Gedächtnis bleiben!“
Özbek behauptete, dass das Verteidigungsministerium in seiner Erklärung eine Sprache verwendet habe, die den Vorfall als „ungeklärt“ darstelle, und dass dies in direktem Zusammenhang mit dem neuen Öffnungsprozess stehen könnte.
Nachrichtenquelle: 12punto
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