Klare Botschaft aus Ankara auf die Aussage „Wir werden die Ägäis mit Raketen abriegeln“
Das türkische Verteidigungsministerium hat auf die Äußerung des griechischen Verteidigungsministers Nikos Dendias reagiert, man werde „die Ägäis vom Land aus mit Raketen abriegeln“. Das Ministerium betonte, dass kein Versuch, der auf die Türkei abziele, zu einem Ergebnis führen werde.
Das Verteidigungsministerium beantwortete während seiner wöchentlichen Pressekonferenz Fragen zu aktuellen Entwicklungen. Im Mittelpunkt der Erklärungen standen die Beziehungen zu Griechenland, die Sicherheit im Schwarzen Meer, Behauptungen über den Marinestützpunkt Pasalimani sowie der aktuelle Stand im Kampf gegen den Terrorismus.
„WIR WERDEN DIE ÄGÄIS VOM LAND AUS MIT RAKETEN ABRIEGELN“
Der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias hatte bei einer Veranstaltung in Athen erklärt, dass man die militärische Doktrin in Bezug auf die Ägäis geändert habe. Dendias argumentierte, dass die Seemacht in der Ägäis allein nicht ausreiche, und sagte: „Neue Fregatten und Kriegsschiffe sind für ein enges Meer wie die Ägäis teuer. Schiffe im Wert von Milliarden Euro können von kostengünstigen Drohnen getroffen werden. Deshalb werden wir die Ägäis nicht nur mit der Marine kontrollieren, sondern auch vom Land aus mit mobilen Raketen, die auf Hunderten von Inseln stationiert werden. Wir werden das Meer vom Land aus abriegeln.“
AUF JEDE ART VON BEDROHUNG WIRD NOTWENDIG REAGIERT
Auf die Frage nach einer Bewertung dieser Worte von Dendias erklärte das Verteidigungsministerium, dass alle Entwicklungen in der Region, insbesondere in der Ägäis, genau verfolgt würden.
Das Ministerium betonte, dass die grundlegende Priorität der Türkei der Erhalt von Frieden und Stabilität in der Ägäis und ihrer Umgebung sei. Es wurde zum Ausdruck gebracht, dass von der Regierung in Athen dieselbe konstruktive Haltung erwartet werde. Es wurde darauf hingewiesen, dass die spannungsgeladene Rhetorik einiger griechischer Beamter die positive Atmosphäre, die zwischen den Staats- und Regierungschefs beider Länder entstanden sei, beschädige.
In der Erklärung hieß es:
„Die türkischen Streitkräfte sind für niemanden eine Bedrohung, der keine Bedrohung für sie darstellt. Sie verfügen jedoch über die Stärke und Entschlossenheit, jede Art von Bedrohung, die sich gegen unser Land richten könnte, abzuwehren. Wir erinnern daran, dass Versuche, die auf die Türkei abzielen, in der Vergangenheit erfolglos geblieben sind und auch heute sowie in Zukunft keinen Erfolg haben werden.“
ALLE MASSNAHMEN IM SCHWARZEN MEER WERDEN UMGESETZT
Das Verteidigungsministerium beantwortete auch eine Frage zu Angriffen auf Schiffe im Schwarzen Meer und teilte mit, dass die Sicherheitsmaßnahmen in der Region im Rahmen des Prinzips der „regionalen Eigenverantwortung“ fortgesetzt würden. Es wurde betont, dass mit den ergriffenen Maßnahmen versucht werde, Risiken zu verringern, eine dauerhafte Sicherheit jedoch nur durch ein friedliches Umfeld möglich sei.
In der Erklärung wurde angegeben, dass Aufklärungs-, Überwachungs- und Patrouillenaktivitäten mit See- und Luftstreitkräften ununterbrochen fortgesetzt würden, um die maritimen Zuständigkeitsbereiche sowie die kritische Über- und Unterwasserinfrastruktur zu schützen, und dass die Minenabwehr-Einsatzgruppe im Schwarzen Meer (MCM BLACK SEA) ihre Aufgaben weiterhin erfülle.
ANTWORT AUF BEHAUPTUNGEN ZUM MARINESTÜTZPUNKT PASALIMANI
Auch zu den Behauptungen, dass die Türkei sich vom Marinestützpunkt Pasalimani in Albanien zurückziehen werde, wurde Stellung genommen. Das Verteidigungsministerium gab bekannt, dass diese Nachrichten nicht der Wahrheit entsprächen.
Das Ministerium teilte mit, dass das albanische Teampräsidium des Marinekommandos in Pasalimani, Vlora, seine Kooperationsaktivitäten in den Bereichen Logistik, Technik und Ausbildung fortsetze.
728 KILOMETER LANGE TUNNELLINIE UNWIRKSAM GEMACHT
Der Berater für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Verteidigungsministeriums und Sprecher des Ministeriums, Konteradmiral Zeki Aktürk, teilte zudem die wöchentlichen Daten zum Kampf gegen den Terrorismus mit. Es wurde gemeldet, dass sich in der letzten Woche zwei weitere PKK-Terroristen ergeben hätten.
Es wurde erklärt, dass die Räumung von Minen und improvisierten Sprengkörpern in den Einsatzgebieten sowie die Identifizierung und Zerstörung von Höhlen, Bunkern und Unterständen fortgesetzt würden. Die beschlagnahmten Waffen, Munition und Materialien seien unbrauchbar gemacht worden.
Mit dem neuen 3 Kilometer langen Tunnel, der in Manbidsch zerstört wurde, wurde bekannt gegeben, dass die Gesamtlänge der in den syrischen Einsatzgebieten unwirksam gemachten Tunnel 728 Kilometer erreicht hat.
Nachrichtenquelle: 12punto
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