Krise um Leutnants weitet sich aus: Droht eine Entlassungswelle in der türkischen Armee?
Nachdem junge Leutnants bei der Abschlussfeier der Militärakademie Kara Harp Okulu mit dem Slogan „Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals“ ihre Säbel erhoben hatten, ist in den türkischen Streitkräften (TSK) eine ernste Krise ausgebrochen. Während Ermittlungen gegen die Leutnants eingeleitet wurden, mehren sich Berichte über drohende Entlassungen.
Das Erheben der Säbel durch Leutnants bei der Abschlussfeier der Kara Harp Okulu (Militärakademie) mit dem Slogan „Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals“ hat in den türkischen Streitkräften (TSK) eine heftige Debatte ausgelöst. Dieser Vorfall schlug auch auf der politischen Bühne hohe Wellen und entwickelte sich zu einer ernsten Krise.
ENTLASSUNGSGERÜCHTE IM UMLAUF
Der AKP nahestehende Quellen behaupten, dass die Leutnantin Ebru Eroğlu und einige weitere Leutnants aus der TSK entlassen werden sollen. Die Äußerung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan nach der Zeremonie: „Gegen wen zieht ihr diese Säbel? Sie werden alle aus der Armee entfernt“, unterstrich den Ernst der Lage. Obwohl noch keine offizielle Entscheidung bekannt gegeben wurde, wird hinter den Kulissen bereits über bevorstehende Entlassungen gesprochen.

NAME DER LEUTNANTIN EBRU EROĞLU RÜCKT IN DEN FOKUS
Den Informationen des Journalisten Altan Sancar zufolge steht insbesondere der Name der Leutnantin Ebru Eroğlu im Vordergrund. Der AKP nahestehende Quellen behaupten, dass der Entlassungsprozess, von dem auch Eroğlu betroffen sei, bereits begonnen habe.

WAS WAR PASSIERT?
Der Vorsitzende der MHP, Devlet Bahçeli, hatte sich ebenfalls zu dem Thema geäußert und erklärt: „Dass ein Teil der Studenten der Militärakademie ihre Säbel zog und einen inoffiziellen Eid ablegte, hat zu einer Frontenbildung geführt, die unseren gesellschaftlichen Frieden und unsere Einheit gefährdet.“ Damit signalisierte er, dass dieser Vorfall disziplinarische Konsequenzen nach sich ziehen werde.
Erdoğan äußerte sich während seines USA-Besuchs erneut scharf zu dem Thema und betonte, dass die Bestrafung der Leutnants unvermeidlich sei, indem er sagte: „Wer auch immer in diese Sache verwickelt ist, wird die Strafe erhalten, die er verdient.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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