„Kritische“ Analyse von Bloomberg für die Türkei: G20-Land mit dem höchsten Risiko für politische Unruhen
Laut einer Analyse von Bloomberg Economics sticht die Türkei unter den G20-Staaten als das Land mit dem höchsten Risiko für politische Unruhen hervor. Der Analyse zufolge werden im kommenden Jahr politische Spannungen, wirtschaftliche Auswirkungen und institutionelle Dynamiken in der Türkei, Russland und den USA entscheidend sein.
Der Analyse von Bloomberg Economics zufolge steht die Türkei an der Spitze der weltweit größten Volkswirtschaften, bei denen die Wahrscheinlichkeit für schwere politische Unruhen am höchsten ist.
Russland und die USA folgen in der Liste unmittelbar hinter der Türkei.
Der Analyse zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit für interne Unruhen im kommenden Jahr unter den G20-Staaten in der Türkei bei 6 Prozent, in Russland bei 4 Prozent und in den USA bei 3 Prozent.
Das Modell, das sich auf verschiedene Variablen konzentriert, untersucht, ob ein Land eine Demokratie, eine Autokratie oder eine hybride Demokratie ist. Zudem gibt es ein Kriterium, das neben den Unterschieden zwischen sozialen Gruppen auch die Differenzen innerhalb der Institutionen und der Politik betrachtet.
HOHE KREDITKOSTEN, GERINGE INVESTITIONEN, LANGSAMES WACHSTUM...
Wirtschaftliche Probleme wie hohe Kreditkosten, geringe Investitionen und ein langsameres Wachstum, denen instabile Länder ausgesetzt sind, gehören ebenfalls zu den Faktoren, die die Risiken beeinflussen.
Monty G. Marshall, Direktor des in den USA ansässigen Forschungsinstituts Center for Systemic Peace, erklärte, dass das Niveau der politischen Rhetorik, der Mangel an Respekt zwischen politischen Führungskräften sowie schnelle und effektive Kommunikationsverbindungen und die leichte Verfügbarkeit von Waffen das Risiko politischer Unruhen erhöhen.
Der Analyst von Bloomberg Economics, Nick Hallmark, sagte: „Prognosen zu seltenen Ereignissen wie internen Konflikten sind mit einem hohen Maß an Unsicherheit verbunden. Dennoch ist das Modell nützlich, um einen analytischen Rahmen für die wachsenden Risiken in den USA zu schaffen.“
Hallmark fügte hinzu: „Wenn der institutionelle Rückschritt anhält und die politische Gewalt zunimmt, dann sind die wirtschaftliche Leistung der USA, die niedrigen Kreditkosten für das Finanzministerium und sogar der Status des Dollars als Reservewährung nicht mehr garantiert.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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