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Kritische 'Zins'-Aussage des Zentralbankchefs: 'Es liegt noch ein Stück Weg vor uns'

Der Gouverneur der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB), Fatih Karahan, hielt vor dem Plan- und Haushaltsausschuss der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) eine Präsentation über die Aktivitäten der Bank. In seiner Präsentation, in der er wichtige Erklärungen abgab, äußerte sich Karahan auch zu den Zinsen und der Geldpolitik.

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Kritische 'Zins'-Aussage des Zentralbankchefs: 'Es liegt noch ein Stück Weg vor uns'

Karahan bewertete die Weltwirtschaft und stellte fest, dass während der Trend zu einer begrenzten Erholung des globalen Wachstums anhält, die positive Entwicklung im Dienstleistungssektor weiter besteht.

Karahan erklärte, dass für 2025 eine deutlichere Erholung der türkischen Auslandsnachfrage erwartet werde, und sagte, dass der Rückgang der globalen Gesamt- und Kerninflation anhalte.

Im weiteren Verlauf seiner Präsentation sagte Karahan Folgendes:

Der Desinflationsprozess hat wie von uns prognostiziert begonnen. Die makroökonomischen Indikatoren entwickeln sich im Einklang mit diesem Prozess.

Die Binnennachfrage ist seit dem zweiten Quartal rückläufig. Wir gehen davon aus, dass sich die Stabilisierung der Nachfrage weiter verstärken wird. Aufgrund dieser Stabilisierung setzt sich der Rückgang des Leistungsbilanzdefizits fort.

Betrachtet man die Angebotsbedingungen, so ist die Industrieproduktion im Juli zwar auf Monatsbasis gestiegen, verzeichnete jedoch auf Quartalsbasis einen begrenzten Rückgang.

Wir bewerten den zugrunde liegenden Trend der Industrieproduktion als relativ schwach, wenn man den mechanischen Effekt durch Brückentage und Sektoren mit hoher Volatilität ausschließt.

Der moderate Dynamikverlust bei den Produktionsindikatoren im dritten Quartal steht im Einklang mit dem von mir skizzierten Ausblick bei der Nachfrage.

"ES GIBT EINE BESSERUNG"

Infolge unserer straffen Geldpolitik wird sich die Stabilisierung der Binnennachfrage fortsetzen. Die Produktionslücke, die im weiteren Jahresverlauf auf negative Niveaus fallen wird, wird ein wichtiger Bestandteil des Desinflationsprozesses sein.

In Phasen der geldpolitischen Straffung kommt es zu einer Besserung der Leistungsbilanz. Wir gehen davon aus, dass sich der positive Trend in der Leistungsbilanz im kommenden Zeitraum im Einklang mit unserer straffen geldpolitischen Haltung fortsetzen wird.

Der Rückgang der jährlichen Inflation ist nicht nur auf Basiseffekte zurückzuführen, sondern auch darauf, dass die monatlichen Preisanstiege niedriger ausfallen. Wenn wir uns die jüngste Entwicklung verschiedener Indikatoren ansehen, stellen wir fest, dass sich der moderate Trend beim zugrunde liegenden Inflationstrend trotz der Anstiege bei den verwalteten und regulierten Preisanpassungen im dritten Quartal und deren indirekten Auswirkungen fortsetzt.

Frühindikatoren deuten auf einen Rückgang der Mietinflation in den kommenden Monaten hin. Mit dem weiteren Rückgang der Gesamtinflation gehen wir davon aus, dass die Erwartungen aller Sektoren sinken werden. Tatsächlich deuten die Daten für September darauf hin, dass die Inflationserwartungen aller Einheiten nach unten korrigiert wurden.

Die Annäherung der Inflationserwartungen an den Prognosebereich ist für die Desinflation von entscheidender Bedeutung.

"DIE STRAFFHEIT WIRD ANHALTEN"

Mit unserer straffen geldpolitischen Haltung sind wir entschlossen sicherzustellen, dass sich die Erwartungen so bilden, dass sie zum Desinflationsprozess beitragen.

Wir werden unsere straffe Haltung in der Geldpolitik entschlossen beibehalten, bis Preisstabilität erreicht ist. Wie wir bereits betont haben, achten wir in diesem Prozess auf zwei Hauptbedingungen. Erstens: Der zugrunde liegende Trend der monatlichen Inflation muss einen deutlichen und dauerhaften Rückgang aufweisen. Zweitens: Die Inflationserwartungen müssen sich dem prognostizierten Zielbereich annähern. Wir bewerten, dass bei beiden Kriterien noch ein Stück Weg zurückzulegen ist. Aus diesem Grund werden wir die Straffheit in der Geldpolitik weiterhin aufrechterhalten.

Sollte eine deutliche und dauerhafte Verschlechterung der Inflation prognostiziert werden, werden wir unsere geldpolitischen Instrumente effektiv einsetzen.

Ich möchte noch einmal unterstreichen: Preisstabilität ist die Grundvoraussetzung für nachhaltiges Wachstum und die Steigerung des gesellschaftlichen Wohlstands.

Im Desinflationsprozess, der im Juni begonnen hat, werden wir weiterhin alles Notwendige tun, um die Inflation im Einklang mit unseren festgelegten Zwischenzielen zu senken.


Nachrichtenquelle: 12punto

Wachstum Disinflation Wirtschaft Inflation Weltwirtschaft