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Markante Äußerung zur Entscheidung über absolute Nichtigkeit: 'Wäre sie doch lieber geschlossen worden'

Der ehemalige Präsident des Verfassungsgerichts, Haşim Kılıç, hat scharf auf die Entscheidung zur absoluten Nichtigkeit gegen die CHP reagiert. Kılıç, der argumentiert, dass die Entscheidung schwerwiegende Folgen für die türkische Demokratie haben werde, sagte: "Für eine Partei ist ein Bild entstanden, das schwerwiegender ist als eine Schließungsentscheidung."

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Markante Äußerung zur Entscheidung über absolute Nichtigkeit: 'Wäre sie doch lieber geschlossen worden'

Der ehemalige Präsident des Verfassungsgerichts, Haşim Kılıç, äußerte sich auf einer von der Demokratie-Plattform organisierten Konferenz zur Entscheidung über die absolute Nichtigkeit in Bezug auf die CHP. In Erklärungen gegenüber İlke TV äußerte Kılıç bemerkenswerte Ansichten zu den rechtlichen und politischen Folgen der Entscheidung.

AUFMERKSAMKEIT AUF DIE BEFUGNISSE DES YSK GELENKT

Kılıç bezeichnete die Entscheidung als "überraschend" und erklärte, dass gemäß der Verfassung der Hohe Wahlausschuss (YSK) die zuständige Stelle für die Lösung von Streitigkeiten im Zusammenhang mit Wahlprozessen sei.

Unter Verweis auf Artikel 79 der Verfassung betonte Kılıç, dass die Lösung aller Streitigkeiten, die vom Beginn bis zum Ende der Wahlen auftreten, in der Zuständigkeit des YSK liege, und erklärte, dass gegen Entscheidungen des YSK keine andere Instanz angerufen werden könne.

Kılıç kritisierte, dass der Prozess dennoch vor ein erstinstanzliches Zivilgericht (Asliye Hukuk Mahkemesi) getragen wurde, und argumentierte, dass der YSK seinen eigenen Zuständigkeitsbereich nicht verteidigt habe.

"WÄRE SIE DOCH LIEBER GESCHLOSSEN WORDEN, DAS WÄRE BESSER GEWESEN"

In seinen Bewertungen zu den Folgen der Entscheidung über die absolute Nichtigkeit sagte Kılıç, dass die Situation, mit der die CHP konfrontiert sei, schwerwiegender sei als eine Entscheidung zur Parteischließung.

Kılıç äußerte: "Eine Partei; wäre sie doch lieber geschlossen worden, das wäre besser gewesen. Wir sind mit einer Entscheidung konfrontiert, die weitaus schwerwiegender ist als eine Schließungsentscheidung. Dies ist eine sehr traurige Entwicklung für die türkische Demokratie."

Kılıç erklärte, dass die Entscheidung Folgen haben könnte, die nicht nur die CHP, sondern alle politischen Parteien betreffen, und behauptete, dass in Zukunft keine politische Partei ihre Aktivitäten mehr sicher fortsetzen könne.

"DIE EIGENTLICHE DISKUSSION FINDET IN DER KASSATIONSPHASE STATT"

Kılıç betonte, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen sei und die eigentlich kritische Phase die Prüfung durch den Kassationshof (Yargıtay) sein werde.

Er erklärte, dass bei einer Bestätigung der Entscheidung durch den Kassationshof größere Diskussionen entstehen würden: "Ich denke, das eigentliche dicke Ende kommt noch. Wenn der Kassationshof dies bestätigt, wird es zu weitaus ernsteren Problemen und Diskussionen kommen", sagte er.

Kılıç wies darauf hin, dass die Befugnis auch in Artikel 21 des Gesetzes über politische Parteien klar geregelt sei, dennoch habe sich ein erstinstanzliches Zivilgericht für zuständig erklärt, woraufhin auch das Berufungsgericht in diesem Sinne entschieden habe.

"ALLE PARTEIEN KÖNNTEN HANDLUNGSUNFÄHIG GEMACHT WERDEN"

Kılıç argumentierte, dass die Entscheidung schwerwiegende Folgen für die Demokratie haben werde, und äußerte, dass das aktuelle Bild ein Risiko für die Zukunft der politischen Parteien darstelle.

Kılıç sagte: "Es hat eine sehr tiefe Wunde in der türkischen Demokratie hinterlassen. Von nun an können alle Parteien auf diesem Weg, durch die Entscheidung eines erstinstanzlichen Zivilrichters, handlungsunfähig gemacht werden. Es braucht keine Schließung. Schauen Sie sich diesen Zustand an. Ich halte das für sehr falsch", sagte er.

"DIE BEFUGNIS DES YSK WURDE GEKAPERT"

Am Ende seiner Erklärungen argumentierte Kılıç, dass ein Eingriff in den Zuständigkeitsbereich des Hohen Wahlausschusses stattgefunden habe, und sagte: "Der YSK hätte seine Aufgabe wahrnehmen müssen. Die Befugnis des YSK wurde gekapert."


Nachrichtenquelle: 12punto

Verfassungsgericht