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Maskierte Angreifer verbreiten Schrecken in Antalya: Geschäftsmann unter Folter zur Unterschrift auf Schuldschein gezwungen

Ein Mann, der sich bei der Gendarmerie gemeldet hatte, weil maskierte Personen in sein Haus im Bezirk Alanya in Antalya eingedrungen waren und ihn unter Folter zur Unterzeichnung eines Schuldscheins gezwungen hatten, erstattete nun auch Anzeige gegen seinen Freund, der sich als Gläubiger des Schuldscheins herausstellte.

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Maskierte Angreifer verbreiten Schrecken in Antalya: Geschäftsmann unter Folter zur Unterschrift auf Schuldschein gezwungen

Der russische Geschäftsmann Dimitri Ivanyuk empfing am 16. August 2023 seinen Freund R.K. in seinem Haus in Alanya. Während sich die beiden unterhielten, drangen drei maskierte Personen durch die Balkontür ein und fesselten Ivanyuk an Händen und Füßen.

Ivanyuk wurde gefoltert und sah sich gezwungen, einen Schuldschein über 100 Millionen Lira zu unterzeichnen.

Ivanyuk und R.K. wandten sich an die Gendarmerie, um die Verdächtigen fassen zu lassen. Zwei Monate nach diesem Vorfall stellte Ivanyuk fest, dass der Gläubiger des unter Zwang unterzeichneten Schuldscheins ausgerechnet R.K. war, der an jenem Tag bei ihm zu Gast gewesen war. Daraufhin ging er erneut zur Staatsanwaltschaft und erstattete auch Anzeige gegen seinen Freund.

Dimitri Ivanyuk erklärte über einen Dolmetscher, dass sein Freund R.K. am Tag des Vorfalls als Gast bei ihm zu Hause gewesen sei.

HÄNDE UND FÜSSE MIT TELEFONKABEL GEFESSELT

Ivanyuk behauptete, dass R.K., der auf den Balkon der dreistöckigen Villa gegangen war, um zu rauchen, die Tür offen gelassen habe: "Nach einer Weile kamen drei bärtige und breit gebaute Männer durch diese Tür herein und drückten mich und R.K. zu Boden. Meine Hände und Füße wurden mit einem Telefonkabel gefesselt. Die Personen mit Messern banden mir ein Handtuch um den Kopf. Unter Drohungen verlangten sie meine Telefon- und Computerpasswörter und fragten nach dem Standort des Tresors. Sie drückten meinen Kopf in eine mit Reinigungsmittel versetzte Badewanne. Ich wurde geschlagen und gefoltert", sagte er.

Ivanyuk behauptete, er sei zur Unterzeichnung des Schuldscheins gezwungen worden und gab an, dass sie nach dem Abzug der Verdächtigen mit Hilfe eines Freundes zur Gendarmerie gegangen seien, um Anzeige zu erstatten.

Da er kein Türkisch spreche, habe ihm R.K. bei der Aussage geholfen. Ivanyuk erklärte: "Obwohl ich bei meiner Aussage bei der Gendarmerie geschildert habe, was mir widerfahren ist, hat mein Freund, dem ich vertraute, den Teil mit dem erzwungenen Schuldschein nicht übersetzt. Dass dies nicht in den Unterlagen der Gendarmerie auftauchte, habe ich erst später durch meinen Anwalt erfahren."

100 MILLIONEN LIRA SCHULDSCHEIN

Zwei Monate nach dem Vorfall habe er eine Zustellung vom Gericht erhalten. Bei einem Termin mit seinem Anwalt habe er erfahren, dass der Schuldschein, zu dessen Unterzeichnung er in jener Nacht gezwungen worden war, über 100 Millionen Lira vollstreckt wurde. Ivanyuk sagte: "Der Gläubiger des Schuldscheins war mein Freund R.K., der an jenem Tag Gast in meinem Haus war. Als mein gesamtes Vermögen zwangsversteigert werden sollte, konnten wir dies durch einen Antrag beim Gericht stoppen. Wir haben Anzeige gegen R.K. wegen qualifizierten Betrugs erstattet."

Der Anwalt İsmail Alperen Küçükyaman erklärte, dass der Schuldschein, zu dessen Unterzeichnung sein Mandant gezwungen wurde, manipuliert worden sei, um eine Forderung von 100 Millionen Lira vorzutäuschen. Aus diesem Grund seien acht Wohnungen seines Mandanten in die Zwangsversteigerung gegangen und auch für eine Villa sei die Versteigerung beantragt worden. Zudem sei das gesamte Vermögen und die Bankkonten gepfändet worden.

Küçükyaman gab an, dass sie bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet hätten und der Prozess, insbesondere durch die Generalstaatsanwaltschaft Alanya, von allen Justizbehörden genau verfolgt werde.

Es wurde bekannt, dass der russische Staatsbürger R.K., gegen den Anzeige erstattet wurde, in seiner Aussage bei der Polizei die Vorwürfe, er habe den Vorfall organisiert, zurückgewiesen hat.

R.K., der angab, 2023 mit Dimitri Ivanyuk, dem er Geld geliehen hatte, eine Partnerschaft eingegangen zu sein, äußerte sich in seiner Aussage wie folgt:

'ER HAT DEN BETRAG SELBST EINGETRAGEN UND UNTERSCHRIEBEN'

-Zuletzt habe ich ihm am 19. September 2023 50.000 Dollar geliehen. Dimitri hat unbegründete Anschuldigungen gegen mich erhoben. Da er seine Schulden nicht bezahlte, beschlossen wir, bei mir zu Hause einen Schuldschein aufzusetzen.

-Als wir zusammenrechneten, beliefen sich seine Schulden auf 100 Millionen Lira. Danach ging er nach Hause. Als er gegen 18.00 Uhr bei mir eintraf, hatte er den Schuldschein bereits teilweise ausgefüllt. Er hat den Betrag selbst geschrieben. Er hat in meiner Anwesenheit seinen Namen geschrieben und unterschrieben.

-Er sagte, er würde seine Schulden in drei Tagen bezahlen, hat aber keinen einzigen Cent gezahlt. Daraufhin habe ich den Schuldschein über meinen Anwalt beim Vollstreckungsamt Alanya zur Vollstreckung eingereicht. Der Vorfall mit dem Eindringen in Dimitris Haus hat nichts mit dem Schuldschein zu tun. Die Behauptung, ich hätte den Vorfall organisiert, ist völlig haltlos.

Es wurde mitgeteilt, dass die Sicherheitskräfte weiterhin nach den drei maskierten Verdächtigen suchen, die in das Haus von Dimitri Ivanyuk eingedrungen sein und ihn gefoltert haben sollen.


Nachrichtenquelle: 12punto