„Gezi-Park“-Untersuchung gegen Medien! RTÜK äußert sich zum Archiv
Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat bei der Rundfunkregulierungsbehörde RTÜK Aufzeichnungen von Medieninhalten angefordert, die während der Gezi-Park-Proteste ausgestrahlt wurden. RTÜK-Quellen erklärten, dass alle Aufzeichnungen im Archiv vorhanden seien und der Generalstaatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt würden.
Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat in einem Schreiben an die RTÜK die Ausstrahlungsprotokolle jener Medienunternehmen angefordert, die während der vor 12 Jahren stattgefundenen Gezi-Park-Proteste „propagandaartige“ Inhalte verbreitet haben sollen.

RTÜK-Mitglied İlhan Taşçı hatte sich zu dieser Entscheidung wie folgt geäußert: „Obwohl die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul im Rahmen der Gezi-Ermittlungen die Videoaufzeichnungen der Fernsehsender angefordert hat, reicht das RTÜK-Archiv nicht so viele Jahre zurück. Nur Aufzeichnungen von Dossiers, die in Berichten festgehalten oder Gegenstand gerichtlicher Verfahren wurden, werden aufbewahrt.“
„ALLE AUFZEICHNUNGEN SIND BEI UNS VORHANDEN“
RTÜK-Quellen, die von Mynet kontaktiert wurden, reagierten auf die Worte von Taşçı. In der Erklärung hieß es:
„Alle Aufzeichnungen liegen uns vor. Die RTÜK erfasst und archiviert insbesondere bei außergewöhnlichen Situationen, Naturkatastrophen und derartigen terroristischen Ereignissen sämtliche Aufzeichnungen! Die Generalstaatsanwaltschaft hat bei uns sowohl TV- als auch digitale Dokumente bezüglich der Medien angefordert; wir werden eine detaillierte Archivrecherche durchführen und das erforderliche Archivmaterial an die Generalstaatsanwaltschaft übermitteln. Alle Aufzeichnungen aus der Zeit der Gezi-Park-Proteste sind bei uns vorhanden!“
Nachrichtenquelle: 12punto
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