MHP legt außerordentlichen Einspruch für Kütahya ein, wo die CHP gewonnen hat
Nach den Kommunalwahlen vom 31. März dauern die Einspruchsverfahren beim Hohen Wahlausschuss (YSK) an. Die MHP hatte bereits zuvor die Ergebnisse für Kütahya angefochten, woraufhin die CHP nach einer Neuauszählung erneut als Sieger hervorging. Nun hat die MHP einen außerordentlichen Einspruch eingelegt und die Annullierung sowie Wiederholung der Wahl gefordert.
Nach den Kommunalwahlen vom 31. März dauert der Einspruchsprozess an. In Kütahya hatte die MHP-Provinzleitung beim Bezirkswahlausschuss Einspruch gegen die Wertung der ungültigen Stimmen eingelegt. Der zentrale Bezirkswahlausschuss hatte daraufhin die Neuauszählung der ungültigen Stimmen in 549 Wahlurnen beschlossen, in denen 142.770 Wähler ihre Stimme abgegeben hatten. Gemäß dieser Entscheidung wurden 5.659 ungültige Stimmen im zentralen Bezirkswahlausschuss im Justizgebäude von Kütahya erneut ausgezählt.
STIMMENZAHLEN WAREN GESTIEGEN
Bei der Auszählung stieg die Stimmenzahl des CHP-Kandidaten Eyüp Kahveci auf 40.739 und die des MHP-Kandidaten Alim Işık auf 40.168. Der Abstand zwischen beiden verringerte sich von 602 auf 571, was jedoch zu keiner Änderung des Wahlergebnisses führte.
Aufgrund dieser Situation legte der MHP-Kandidat Işık heute beim Hohen Wahlausschuss (YSK) einen außerordentlichen Einspruch ein, um die Annullierung und Wiederholung der Wahl zu erwirken.
BEGRÜNDUNG DES EINSPRUCHS
Nach der Einreichung des Einspruchs erklärte Işık gegenüber Pressevertretern: „Als Ergebnis des Verfahrens zur Auszählung der ungültigen Stimmen haben wir leider in 275 von insgesamt 549 Wahlurnen Unregelmäßigkeiten festgestellt. Dazu gehören insbesondere zerrissene Wahlurnensäcke, Säcke, die ohne Siegel ankamen, Wahlurnensäcke ohne die vorgeschriebenen zwei Knoten, Säcke, aus denen keine ungültigen Stimmzettel hervorgingen, Säcke, in denen ungültige Stimmzettel nicht getrennt, gebündelt und versiegelt waren, sowie Säcke, in denen gültige und ungültige Stimmzettel vermischt waren. Zudem gab es Säcke, aus denen fehlerhaft gedruckte Stimmzettel zwischen den gültigen Stimmen auftauchten, Säcke, bei denen das Protokoll der Neuauszählung falsch ausgestellt wurde, Säcke, bei denen der Wahlvorstand die Neuauszählung aller Stimmen in Urnen verweigerte, in denen ungültige Stimmen fehlten, sowie Säcke, in denen gültige Stimmen unter den ungültigen gefunden wurden.“
FORDERUNG NACH ANNULLIERUNG DER WAHL
Işık behauptete, man habe sehr schwerwiegende Beweise bezüglich der Einwände gegen die Integrität der Wahl gefunden und erklärte: „Wir haben beim YSK beantragt, die Wahl zum Bürgermeisteramt von Kütahya gemäß Artikel 67 und 79 der Verfassung, Artikel 25 und 29 des Gesetzes Nr. 2972 sowie Artikel 14, 110, 112 und 130 des Gesetzes Nr. 298 zu annullieren und zu wiederholen. Dies begründen wir mit Ereignissen und Umständen, die das Ergebnis und die Integrität der am 31. März in Kütahya durchgeführten Bürgermeisterwahl beeinträchtigt haben, sowie mit der Tatsache, dass die Anzahl der betroffenen Stimmen ausreicht, um den Stimmenabstand zwischen den beiden Parteien zu schließen, und aufgrund vollständiger Rechtswidrigkeit.“
Işık teilte mit, dass sie in dem beim YSK eingereichten Einspruchsschreiben die Unregelmäßigkeiten nach Wahlurnen gruppiert und mit Beweisen belegt hätten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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