Motorradkuriere bereiten sich auf dreitägigen Streik vor
Paket- und Essenslieferanten werden vom 18. bis 20. Januar drei Tage lang die Arbeit niederlegen, da sie argumentieren, dass die neuen Vergütungstarife nicht die erwartete Verbesserung ihrer Einkommen mit sich bringen.
Die als Selbstständige tätigen Kuriere erklären, dass die mit Beginn des neuen Jahres angekündigten Vergütungsrichtlinien sich nicht in ihren tatsächlichen Einnahmen widerspiegeln und ihre Einkünfte aufgrund steigender Ausgaben gesunken seien. Aus diesen Gründen kündigten sie an, vom 18. bis zum 20. Januar für drei Tage die Arbeit niederzulegen.
Obwohl die Unternehmen zu Jahresbeginn Erhöhungen bei den Vergütungen pro Paket, bei den Entfernungszuschlägen und bei den wöchentlichen Prämien bekannt gegeben haben, betonen die Kuriere, dass diese Erhöhungen nicht das tatsächliche Bild vor Ort widerspiegeln. Den Behauptungen der Kuriere zufolge mögen die Lohnerhöhungen mathematisch hoch erscheinen, doch aufgrund der Auftragslage, der Verteilung der Lieferungen und unregelmäßiger Arbeitszeiten sei es nicht möglich, die erwarteten Einkommen zu erzielen. Daher werde im Vergleich zum Vorjahr kein nennenswerter Anstieg des Nettoeinkommens verzeichnet.
Einige Lieferplattformen behaupten, dass ein Kurier, der wöchentlich 200 Pakete ausliefert, ein monatliches Bruttoeinkommen von 120.000 Lira erreichen könne, und geben an, dass für Lieferungen über 2 Kilometer eine Erhöhung von etwa 60 Prozent vorgenommen wurde und bei Zielüberschreitungen Prämien gezahlt werden. Die Kuriere vor Ort entgegnen jedoch, dass diese Berechnungen nur auf idealen Bedingungen basieren und es im täglichen Arbeitsalltag schwierig sei, solche Zahlen zu erreichen.
Die Kuriere weisen zudem darauf hin, dass sie sämtliche Kosten selbst tragen müssen. Sie unterstreichen, dass alle Arten von Ausgaben, vom Kauf des Motorrads über Kraftstoffkosten, Ausrüstungs- und Wartungskosten bis hin zu BAĞ-KUR-Beiträgen und Steuern, von ihnen selbst bezahlt werden. Wenn diese Ausgaben abgezogen werden, spiegeln die offiziell bekannt gegebenen Einkommen ihrer Ansicht nach nicht den tatsächlich erzielten Gewinn wider.

Es wurde darauf hingewiesen, dass der dreitägige Streik nicht alle Kuriere umfasst und Mitarbeiter, die dies wünschen, weiterarbeiten können. Diejenigen, die sich beteiligen, bereiten sich jedoch darauf vor, vom 18. bis 20. Januar die Arbeit niederzulegen, um gegen die steigenden Kosten und die unsichere Einkommenspolitik zu protestieren.
Nachrichtenquelle: 12punto
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